Bereits zum zweiten Mal fand vergangenes Wochenende am 15. und 16.11.2014 das Sandokan Enduro Rennen auf Madeira statt. Madeira ist mittlerweile kein Geheimtipp mehr in Sachen biken, das Sandokan Enduro Rennen auf der Insel aber schon. Das Outdoormind befindet sich aktuell auf der Insel und war beim Rennen live mit dabei. Die Organisation übernahm wie alljährlich das Team von Bikulture. Zehn abwechslungsreiche Stages wurden den Teilnehmern geboten.

Enduro Rennen im Bikeparadies

Von Beginn an stellen wir fest: Madeira ist ein wahres Bikeparadies. Von tretintensiven Passagen bis über knackigen Downhill-Passagen in einzigartiger Natur ist alles mit dabei. So natürlich auch beim Sandokan Enduro Rennen. Die Fakten auf einem Blick: 10 Stages über zwei Tage, knapp 25 Kilometer pro Tag, insgesamt 1100 Höhenmeter mit eigener Kraft bergauf (der erste Teil wird geshuttelt) und 2800 Höhenmeter bergab. Dabei sind Pros wie ein Nicolas Voilloz, Nicolas Quéré und Jérémy Arnould aus Frankreich, Tanja Žakelj und Robert Kordez aus Slowenien, Manuel Ducci und Valentina Maccheda aus Italien, Ines Thoma und Max Schumann aus Deutschland und David Vazquez aus Spanien sowie natürlich einige locals. Für diejenigen, die ein bisschen Rennfieber miterleben möchten, ist der „Experience“ mode eine Möglichkeit. Hier werden die gleichen Trails absolviert, allerdings mit Guide und Shuttle. Das klingt doch entspannt und wir sind gerne mit dabei.

Sandokan Enduro Rennen Truck
Sandokan Enduro Rennen Truck
Bikeshuttle Sandokan Enduro
Bikeshuttle Sandokan Enduro (c) Outdoormind
Letzte Tipps von Ines Thoma
Letzte Tipps abholen von Ines Thoma (c) Outdoormind

After the sun comes rain

…oder wie war das nochmal? Am ersten Tag zeigt sich Madeira jedenfalls von der besten Seite. Die Trails sind zwar noch von den starken Regenfällen der Vortage nass und rutschig, aber die Sonne lacht und wir sehen etwas von der Insel. Stage 1 und 2 geht tretintensiv über das Hochplateau, Stage 3 wird blind gefahren und Stage 4 und 5 ziehen sich an einem steilen Hang entlang. Fahrfehler gilt es hier zu vermeiden und wer bremst verliert bzw. rutscht. Das ist zumindest das Motto dieser Tage. Nach einem erfolgreichen ersten Tag treffen sich alle wieder in Calheta, wo der Tag auch begonnen hatte. So kann man den ersten Part gut ausklingen lassen.

Startschuss für Ines Thoma
Startschuss für Ines Thoma
Nicolas Quéré
Nicolas Quéré
Trails mit den besten Blicken
Trails mit den besten Blicken
Trails mit Meerblick
Trails mit Meerblick
Entspannung nach dem ersten Renntag am Meer
Entspannung nach dem ersten Renntag am Meer

Der zweite Renntag begrüsst uns mit Regen von oben und schmierigem Schlamm von unten. Das Resultat sind durchnässte und schlammbedeckte Fahrer von Kopf bis Fuss. An diesem Tag geht es vermehrt über steinige Passagen, aber auch durch den Wald. Rutschige Angelegenheiten natürlich inklusive. Besonders Stage 7 (Hunters), 8 (Red Line) und 9 (Sandokan) finden wir super. Das macht auch trotz Schlammschlacht Spaß! Bei Stage 10 gilt es für die Fahrer noch mal in die Beine treten und die letzten Energiereserven abrufen. Bei 5 Stages und Dauerregen sind wir allerdings froh über den Shuttle, der zwischendurch mal eine Verschnaufpause zulässt. Rosbert, Jeremy und Claudio guiden uns wunderbar über Stock und Stein bis wir dann am Ende des Tages wieder in Jardim do Mar landen und den Abend gemütlich bei Dinner, Drinks und Siegerehrung ausklingen lassen.

Entladen fuer den Start vom Sandokan Enduro - Tag 2
Entladen für den Start vom Sandokan Enduro – Tag 2 (c) Outdoormind
Nasser Start am zweiten Tag
Nasser Start am zweiten Tag
Nasse Abfahrt beim Sandokan Enduro
Nasse Abfahrt beim Sandokan Enduro Rennen (c) Outdoormind
Zielsprint beim Sandokan Enduro. Timekeeper und Organisator Joselino Sanchez
Zielsprint beim Sandokan Enduro Rennen. Timekeeper und Organisator Joselino Sanchez

Ergebnis Sandokan Enduro Rennen

Am schnellsten war Nico Vouilloz (Frankreich – Lapierre) auf den zehn Stages unterwegs, knapp gefolgt von Nicolas Quéré (Frankreich – Commencal); dritter wurde der local Pombo, beide mit jeweils nur acht Sekunden Abstand auf den Vordermann. Bei den Frauen setzte sich, wie zu erwarten war, die deutsche Meisterin Ines Thoma (Deutschland – Canyon) vor der Cross-Country-Weltmeisterin Tanja Zakelj (Slowenien – Trek) durch, gefolgt von der Life Cycle-Teamfahrerin Valentina Macheda (Italien).

Siegerehrung der Damen - Sandokan Enduro 2014
Siegerehrung der Damen – Sandokan Enduro Rennen 2014 (c) Outdoormind
Siegerehrung der Herren - Sandokan Enduro 2014
Siegerehrung der Herren – Sandokan Enduro Rennen 2014 (c) Outdoormind

Weitere Informationen findet ihr auch unter http://www.bikulture.com/de/sandokan-enduro/