Vor ein paar Jahren waren wir mit dem VW T6 California zehn Tage in Italien unterwegs, damals noch zu zweit. Seitdem hat sich viel verändert: Vanlife ist zum Massentrend geworden und immer mehr Familien entdecken den Campervan für sich. Doch wie funktioniert ein Roadtrip mit Kindern auf so kleinem Raum? Wir haben die wichtigsten Tipps zusammengestellt.
Der richtige Van für Familien
Nicht jeder Campervan ist familientauglich. Darauf solltet ihr achten:
- Genug Schlafplätze: Ein Aufstelldach bietet oben Platz für zwei, unten schlafen meist zwei weitere
- Isofix an den Rücksitzen für Kindersitze
- Zugelassene Sitzplätze mit Dreipunktgurt für alle Mitfahrer
- Stauraum für Kinderkram, Spielzeug und vielleicht sogar Bikes
- Eine Standheizung für kühle Nächte in den Bergen
Für Familien mit zwei Kindern sind Busse wie der VW California, der Ford Nugget oder ein Pössl ideal. Mit drei Kindern wird es schnell eng, dann ist ein grösserer Kastenwagen oder ein Wohnmobil die bessere Wahl.

Kurze Etappen statt Kilometer fressen
Der grösste Fehler bei einem Roadtrip mit Kindern: zu viel wollen. Kurze Etappen von zwei bis drei Stunden pro Tag sind ideal. Plant genügend Pausen auf Spielplätzen oder an Seen ein. Und bleibt lieber mal zwei, drei Nächte am selben Ort. Kinder brauchen Zeit zum Ankommen und Spielen.
Stellplätze und Campingplätze
Mit Kindern lohnt sich meist der Campingplatz mit Spielplatz, Sanitäranlagen und Bademöglichkeit. Gerade im Sommer gilt: früh reservieren! Für einzelne Nächte unterwegs sind Stellplatz-Apps wie park4night oder die ADAC/PiNCAMP-App hilfreich. Achtung: Wildcampen ist in vielen Ländern verboten oder stark eingeschränkt. Informiert euch vorher über die Regeln.

Packen auf kleinem Raum
Im Van gilt: Weniger ist mehr. Packt in weiche Taschen statt Koffer. Jedes Kind bekommt eine eigene Box oder Tasche mit Kleidung und eine kleine Spielkiste. Faltbare Wasserkanister, eine Campingschüssel und eine gute Kühlbox gehören zur Grundausstattung. Ein Tipp: Ein Sonnensegel oder Vorzelt verdoppelt den Wohnraum, besonders an Regentagen.
Bikes mitnehmen
Für uns gehören Bikes zu jedem Roadtrip dazu. Ein Heckträger für den Van trägt meist bis zu vier Bikes. Kinderbikes lassen sich auch im Innenraum verstauen. Plant Etappenziele mit Bikemöglichkeiten: Pumptracks, Familientrails oder Radwege am See.
Kosten im Blick
Diesen Sommer sind die Spritpreise hoch, und auch Campingplätze sind teurer geworden. Plant das Budget realistisch ein. Wer in der Nebensaison reist, spart deutlich und findet leichter einen Platz.
Fazit
Vanlife mit Kindern ist ein grosses Abenteuer, das zusammenschweisst. Mit dem richtigen Fahrzeug, kurzen Etappen und einer Portion Flexibilität wird der Roadtrip zum unvergesslichen Familienurlaub. Und wer erst einmal den Sonnenuntergang aus der Schiebetür am See erlebt hat, will so schnell nicht mehr ins Hotel.






















