Outdoormind hat bereits hier über den Bikepark Serfaus Fiss Ladis berichtet. Der neuen Bikepark hat erst vor Kurzem eröffnet. Wir konnten es uns natürlich nicht nehmen lassen, uns einen Eindruck zu verschaffen.

Der Bikepark Serfaus Fiss Ladis im Test

Das Outdoormind Team war 2 Tage in Serfaus, um den Bikepark unter die Lupe zu nehmen. Der brandneue Bikepark präsentiert sich mit drei kompletten Strecken in blau, rot und schwarz inklusive Slopestyle-Park mit 4 verschiedenen Jump-Lines, einer Drop-Batterie, einem Pump-Track und einem Kids-Park. Das liest sich nicht nur so, es ist auch wirklich etwas für jeden dabei!

Die Lines im Bikepark Serfaus Fiss Ladis

Direkt nach der Bergstation können Mutige sich direkt an dem berühmten Haus, über das man wortwörtlich springt, messen. Der knapp 3 Meter hohe Jump hat es in sich und ist eher für den Biker mit starken Nerven geeignet. Die Landung ist aber sehr schön präpariert und weich. Anschließend geht es gleich weiter mit weiteren Sprüngen in verschiedenen Varianten.

Serfaus Brücke Blau Rot Schwarz Drop in Serfaus Bikepark Zimtstern
Serfaus Brücke Drop in Serfaus Bikepark (c) Outdoormind

Die Qual der Wahl hat man dann oben auf der Holzbrücke, von der man aus in die unterschiedlichen Lines startet. Das haben die Parkbauer clever gelöst: Die schwarze Line schreckt den ein oder anderen wahrscheinlich schon beim Drop-in ab, da die Rampe optisch sehr steil abwärts geht. So wird von Beginn an klar gemacht, was Sache ist. Finden wir gut! Auch gut finden wir, dass vor jeder Strecke ein Schild mit dem aktuellen Stand der Strecke steht. Viele Bikeparks könnten sich daran ein Beispiel nehmen. Denn wenn eine blaue Line extrem zerfahren ist und von Bremswellen übersäht, ist das schnell auch keine Anfängerstrecke mehr.
Als Erstes haben wir zum Einfahren die blaue Line gewählt. Der „Easy Trail“ ist eine nette Strecke mit kleinen Sprüngen und schönen Anliegern, die sich ideal für Anfänger und Kinder eignet. 400 Höhenmeter geht es auf der gemäßigten Route bergab.
Die blaue Line und die rote Line waren zu diesem Zeitpunkt in einem guten Zustand und die Bauer von Trailsolutions haben sich gefühlt ganz dem Konzept von Whistler angenommen.

Die blaue Line ist schon sehr „blau“, also ging es an die „Strada del Sole“, die Freeridestrecke für Anfänger und Fortgeschrittene. Auf knapp 3 km gibt es zahlreiche Anliegerkurven, Wallrides, Doubles und Sprünge. Insgesamt umfasst die Strecke 40 Sprünge, die teilweise eine Herausforderung für ungeübte Fahrer darstellen könnten. Auch die Richtungen der Sprunglinien sollte beachtet werden. Hier gab es auch an dem Wochenende einige Stürze. Bei der gesamten Strecke muss die Geschwindigkeit richtig getimed werden. Das ist nicht ganz easy. Mit der Zeit bekommt man aber relativ schnell ein gutes Gefühl und hat den Dreh raus. Hier lautet die Devise: Zuerst anschauen mit wenig Geschwindigkeit! Die Strecke ist sehr schnell gebaut und man springt schnell und viel. Könner kommen aber schnell auf ihre Kosten und insgesamt macht diese Line total Spaß und man kann mit ihr wachsen. Im Vergleich zur blauen Line ist die rote Line schon eher für den guten fortgeschrittenen Fahrer geeignet.

Serfaus Kona Operator 2014 Roxy Drop Test Review Serfaus Bikepark
Kona Operator 2014 im Test Serfaus Bikepark (c) Outdoormind
Drop im Serfaus Bikepark Northshore Manitou Dorado Commencal
13083Patrick Serfaus Northshore Drop Manitou Dorado Commencal (c) Outdoormind

Zu guter Letzt gibt es noch die Hill Bill, die schwarze Line. Hier geht es über die besagte „Steilwand“ von der Holzbrücke aus auf die schwarze Piste über Wurzelteppiche, Drops und Downhill-Passagen. Diese Strecke wurde bisher am wenigsten befahren und macht noch einen recht jungfräulichen Eindruck. Anfangs geht es über eine wellige Wiese, die die Geschwindigkeit rausnimmt und man vermutet, dass die Strecke zu weich und langsam ist. Aber nach einigen Fahrten hat man sich daran gewöhnt. Die Sprünge sind nicht ganz ohne und nur für absoulte Könner geeignet. Abfallende Landungen zwischen den Bäumen haben mich weniger eingeladen. Ansonsten ist die Strecke ziemlich einmalig und für Downhill-Cracks mit Sicherheit eine Wohltat.

Wunderbar ist auch das Ende der Strecken: Vor der Zielgerade lädt ein Slopestyle-Park mit 4 Jump-Lines ein. Zwei Table-Lines, zwei North-Shore-Boxen und eine Line mit zwei Sprüngen mit Dirt-Ramoen, die nicht kicken, sondern dich safe auf einen perfekten und langen Landehügel bringen. Das ist wirklich ein schönes Übungsgelände.
Eine Drop-Batterie für Anfänger ist ebenfalls geboten. Alles was das Biker-Herz begehrt.

Fazit Bikepark Serfaus Fiss Ladis

Wir sagen Daumen hoch! Was Serfaus-Fiss-Ladis hier auf die Beine gestellt hat, kann sich sehen lassen. Wir haben zwei Tage Bikepark genossen und kommen sicher wieder. Einige Passagen sind vielleicht noch nicht ideal gelöst und könnten die Fahrer vor Herausforderungen stellen, aber Stefan, der Betreiber des Bikeparks versicherte uns, dass einige Stellen noch optmiert werden. Die blue Line war uns etwas zu langweilig und die red Line gewöhnungsbedürftig. Die Trail Map zeigt ebenfalls eine neue Strecke auf, die noch in Planung ist. Hier soll eine „echte Downhillstrecke“ entstehen. Wir finden, das haben sie schon bei der Hill Bill bewiesen, aber wir sind natürlich gespannt, was da noch kommt!

  • Serfaus ist für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet. Jedoch gibt es nach der blauen Line nicht wirklich eine kleine Steigerung, sondern direkt die rote Line, die schon eher dunkelrot ist. Ein fortgeschrittener Fahrer kommt allerdings sehr schnell auf seine Kosten
  • Sehr gute Infrastruktur, mit allem, was das Biker-Herz begehrt: Vom Bike-Shop, über Gastronomie, einen Pumptrack, schöne Übungsstrecken, bis hin zur guten Liftunterstützung mit freundlichem Liftpersonal.
  • Im Vergleich zum Durchschnitt liegt der Bikepark Serfaus Fiss Ladis mit seinen Preisen für z.B. eine Tageskarte für 33 EUR im guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Aktuell gibt es bis zum 20. Oktober 2013 noch 20 Prozent Rabatt aufgrund der Neueröffnung.
  • Wir waren am Wochenende da, aber es hat sich wirklich sehr gut verteilt. Der Park ist noch nicht so bekannt, aber hat seit Eröffnung viele Besucher zu verzeichnen. Die Bikepark Betreiber sind happy.
  • Insgesamt können wir den Bikepark Serfaus Fiss Ladis empfehlen. Nach ein paar Runs hat man es raus und kann mit den Lines wachsen. Es gibt immer wieder Neues zu entdecken. Für ein Wochenende ideal und noch nicht so überlaufen. Wir sind gespannt auf die neue Strecke und kommen wieder.
bikemap Bikepark Serfaus Fiss Ladis
Bikemap Bikepark Serfaus Fiss Ladis

Nebenbei haben wir auch noch das neue Kona Carbon DH Operator 2014 getestet. Perfekter Playground dafür.

Mehr Informationen gibt es hier:

https://www.facebook.com/bikepark.serfaus.fiss.ladis

http://www.bikepark-sfl.at

Weitere Outdoormind Bikepark Tests gibt es unter BIKE zu finden.

Bike-Hotel Empfehlung in Sefaus

Geigers Lifehotel in Serfaus
Geigers Lifehotel in Serfaus (c) Lifehotel

Als Übernachtungstip in Serfaus können wir euch das Lifehotel empfehlen. Hier fühlt man sich wie zuhause und alle Wünsche eines Bikers (geführte Biketouren, Sportleressen, Lunchpaket, Bikekeller und Waschservice) werden erfüllt. Ein empfehlenswertes Haus für ein paar Tage in Serfaus.

Mehr Infos dazu unter http://www.lifehotel.at/sommerurlaub-serfaus-tirol.html

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Bikepark Serfaus
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