Gerade noch frisch auf der Eurobike präsentiert, schon sitzt Outdoormind auf dem neuen Kona Carbon DH Operator. Die kanadische Firma möchte mit diesem Downhill Klassiker einen neuen Standard in Sachen Entwicklung setzen. Warum Kona uns mit diesem Gerät schon überzeugt hat lest ihr hier.

Kona Carbon DH Operator im Test

Im Kona Bike Park in Serfaus hatten wir am vergangenen Wochenende die Chance beide Bikes (Vorgänger und Nachfolger) unter die Lupe zu nehmen. Das angekratzte Image des Bikeherstellers Kona sollte mit dieser neuen Entwicklung der Vergangenheit angehören. Einen Karbon-Rahmen haben zwar viele Mitbewerber im Programm, aber dennoch kann das neuen Carbon Operator mit 300 Gramm Gewichtsersparnis, der Steifigkeit und den ausschlaggebenden Details punkten. Der Designer von Kona Bicycles, Jack Russell, machte uns das DH-Bike bereits vor dem ersten Run schmackhaft und schwärmte von der besonderen Fahreigenschaften.

Das Kona Carbon DH Operator 2014 im Test bei Outdoormind
Kona DH Operator Testride im Bikepark Serfaus (c) Outdoormind

Nach der ersten Abfahrt über die red line im Bikepark Serfaus machte sich Begeisterung breit. Besonders die Agilität und Lebendigkeit hat mich überrascht. Laut Jack wurde die Agilität verbessert indem er den Schwerpunkt leicht angehoben hat. Durch den überdimensionalen Lagerpunkte konnte die Steifigkeit erhöht werden. Ein weiteres Detail neben der neuen Klemmung der neuen Steckachse sind die hohl gefrästen Ausfallenden, die ungefederte Masse am Hinterbau reduziert und mit der Abdeckung gegen Schmutz schützt. Wir konnten den Härtetest bei starkem Regenfall durchführen. Die Neuerung macht Sinn und hat sich befürwortet. Toll ist auch der Spagat zwischen den heutigen Ansprüchen: Das Bike steckt auf der einen Seite locker die Anforderungen für schnelle Trails gepaart mit vielen Sprüngen weg und auf der anderen Seite sind Downhill-Strecken auch kein Thema.

Drop im Bikepark Serfaus mit dem neuen Kona Carbon DH Operator 2014
Drop im Bikepark Serfaus mit dem neuen Kona Carbon Operator 2014 (c) Outdoormind

Gleich aufgefallen ist uns der Hinterbau, der aus Aluminium ist. Dies ist nicht unüblich bei Karbon Downhill Bikes. Auf Nachfrage meint Jack, dass man natürlich auch Karbon im „Rear-Triangle“ getestet hat, aber es dem torsionssteifen Bike nicht viel gebracht hat, sondern nur die Kosten angehoben hätte. So blieb man beim Aluminium. Gefühlt und auf dem Datenblatt ist das Operator nicht das leichteste Karbon Downhill Bike aber durch die Agilität machen sich die Pfunde nicht bemerkbar.

Kona geht mit diesem Bike mit Sicherheit einen großen Schritt in die richtige Richtung. Ein Invest ist das natürlich auch, aber am Ende des Tages wird sich das rentieren, da der Mehrwert für den Nutzer ganz klar gegeben ist.

Bemerkenswert ist außerdem der Preis: Kona versucht sich mit dem „base level bike“ mit weniger als 3.100 EUR zu positionieren. Das könnte den Markt aufmischen. „We see less value in a bike that no one can afford, that you can only look at on the internet. For us, a lot of the bikes that we’re most proud of are the bikes that don’t have the crazy, sexy spec, but enable a lot more riders to ride“. erzählt uns Chris Mandell, Gravity Product Manager von Kona, vor Ort in Serfaus.

Das Kona Carbon DH Operator 2014 im Test im Bikepark Serfaus
Das Kona Carbon DH Operator ist ein echter Hingucker (c) Outdoormind

Fakten Kona Carbon DH Operator im Überblick

  • Kona Karbon DH Rahmen mit 200mm Federweg, 6061 Klammern, Carbon Bridged Rocker und 12×157 Hinter-Achse mit These Dropouts are Hollow ® Technologie Abfallende
  • RockShox BoXXer RC 200mm Federweg Gabel
  • Avid Code R Bremsen mit 200mm/180mm Rotoren
  • Maxxis High Roller II DH 26×2,4 Zoll reifen
  • Massgeschneiderten Sun MTX 33 sleeved Felgen

Erhältlich ist das Kona Carbon DH Operator in  zwei bereits bekannten Ausführungen: Operator und Supreme Operator. Das Supreme Operator kommt mit der neuen FOX 40 Float daher und hat die bewerten Hope Pro 2 Naben und Mavic 729 Felgen verbaut, was sehr ungewöhnlich ist für ein Herstelleraufbau. Mit 17,1 kg sollte das knapp 7.000 EUR teure Bike dann wohl ganz gut ins Rennen gehen.

Den Langzeittest gibt es hier zu lesen: Kona Operator Langzeittest

KONA’S CARBON OPERATOR EXPLAINED


Mehr Informationen zum Kona Operator 2014 gibt es auch unter http://www.konaworld.com/operator.cfm

Passend zum Langzeittest empfehlen wir den Erwerb von einem Schaltauge fürs Kona:

Weitere Bike Tests gibt es bei uns unter der Rubrik Mountainbike Test und Neuigkeiten aus der Bikeszene unter BIKE.