Das Comeback Lindsey Vonn und die neue Kampagne „I will“ war Grund genug: Under Armour hat geladen und alle sind gekommen, um die exklusive Pressekonferenz mit Lindsey Vonn zu ihrem Comeback mitzuerleben. Die Saline in Hall in Tirol stand ganz im Zeichen der US-Sportlerin und so wurde dem Auftakt ihres Comebacks ein einzigartiger Rahmen geschaffen.

Machen wir uns nichts vor: jeder der Ski fährt kennt Lindsey Vonn (Facebook Profil). Selbst die größten Freerider haben schon einmal von der US-Amerikanerin gehört. Warum auch nicht? Schließlich ist sie mit ihren 29 Jahren die erfolgreichste Skirennläuferin der USA. Sie hat vier Mal den Gesamtweltcup gewonnen, war Olympiasiegerin in der Abfahrt, hat zwei Mal Gold und drei Mal Silber bei Weltmeisterschaften geholt, hat in allen fünf Disziplinen Weltcupsiege eingefahren und hat insgesamt 59 Weltcuprennen gewonnen. Bis sie bei der WM in Schladming 2013 stürzte und sich einen Kreuzbanndriss und einen Innenbandriss im rechten Knie zuzog. Daraufhin erlitt sie im November 2013 bei einem Trainingssturz einen kompletten Abriss des Kreubandes. Sie musste ihre Teilnahme an den Olympischen Winterspielen in Sotschi absagen.

Comeback Lindsey Vonn mit der Kampagne „I will

Diese Verletzung hatte Lindsey schwer getroffen und wie man bei der Pressekonferenz sehen konnte, will sie nun allen zeigen, dass sie wieder da ist und wieder gewinnen will. Ihr Sponsor Under Armour hat dazu die Saline in Hall in Tirol in ein Comeback Camp verwandelt, um allen zu demonstrieren wie stark Lindsey für ihr Comeback gekämpft hat. Die interaktive Pressekonferenz switchte von Interviews zu Kraftdemonstrationen und kleinen Wettkämpfen mit den geladenen Gästen. Ein Sack Nudeln stellte die 52.500 Kalorien dar, die Lindsey während ihrer Trainingseinheiten verbrannt hat. Wasserflaschen waren die Metapher für ihren Schweiß und der Pistenbully symbolisierte die 12.000 Squats, die sie absolviert hat (theoretisch hätte sie diesen 130 mal gestemmt).

Linsey Vonn im Under Armour dress
Lindsey Vonn (c) Under Armour

„Ich bin eine Kämpferin“

Diese Demonstration der Macht beschwört natürlich allerhand Kritiker hervor und auch einige Medienvertreter waren sichtlich irritiert von dem Schauspiel, dass sich da geboten hat. Außer Frage steht allerdings die Leistung die Lindsey während ihrer Reha erbracht hat. Sie wirkt fit und ausgeruht und sie macht tatsächlich den Eindruck, als wolle sie sich den Thron im Weltcup zurück holen. An ihrem Comeback habe sie nie gezweifelt, bestätigt sie im Interview. Auch wenn es noch so hart war, konnte sie sich immer wieder motivieren, um ihr großes Ziel zu erreichen, auch bei den Olympischen Winterspielen 2018 dabei zu sein. Als man sie auf die letzten drei Jahre ihres Lebens anspricht, wird sie kurz still. Sie hat sich von ihrem Mann scheiden lassen, das Verhältnis zu ihrem Vater ist zerrüttet und letztes Jahr gestand sie in einem People Interview, dass sie jahrelang an Depressionen gelitten hat.

Lindsey Vonn und ihre neue Kampagne I can and I will
Lindsey Vonn und ihre neue Kampagne I can and I will (c) Florian Breitenberg

Das alles verschwindet als sie vom Skifahren erzählt. Sie genieße jeden Tag, den sie im Schnee und auf Ski verbringen darf. Ihre Augen leuchten dabei und der kleine Akzent, den sie im Deutschen hat, macht sie dabei noch ein Stück sympathischer.

Man mag über den Skirennsport denken was man möchte, allerdings ist Lindsey Vonn zweifelsohne eine sympathische Ausnahmesportlerin, die ihren Sport liebt und lebt. Ihr erstes Weltcuprennen wird sie diese Saison in Lake Louise bestreiten und da werden wir sehen, ob sie schon zu Beginn wieder die Alte ist.

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