Kennt ihr das? Die Familie ist mit dem Bike unterwegs, die Sonne scheint, und dann kommt dieser eine Anstieg. Die Grossen kurbeln sich hoch, und hinten hört man nur noch ein leises „Ich kann nicht mehr…“. Genau für solche Momente hat woom jetzt sein neues Kinder-E-Bike vorgestellt: das woom EXPLORE BOOST.
Das Besondere: Der Wiener Kinderradhersteller bringt das E-Bike nicht nur in 24 und 26 Zoll, sondern erstmals auch in 20 Zoll. Damit sollen schon Kinder im Primarschulalter elektrische Unterstützung bekommen, ohne dass aus ihrem Velo ein schweres Mini-E-MTB wird. Der Marktstart ist laut woom für Januar 2027 geplant. Wir haben uns angeschaut, was bisher bekannt ist.
Das ist das neue woom EXPLORE BOOST
Seine Weltpremiere feierte das woom EXPLORE BOOST Anfang September 2026 bei der E-Bike-WM für Jedermann in Ischgl und Galtür. Laut woom richtet es sich an Kinder von etwa 6 bis 14 Jahren mit einer Körpergrösse von rund 115 bis 165 cm. Das 20-Zoll-Modell schliesst dabei die Lücke unterhalb des bisherigen 24-Zoll-E-Bikes woom EXPLORE e.
Statt auf einen grossen, schweren Akku setzt woom bewusst auf einen kompakten 123-Wh-Akku. Zum Vergleich: Bei E-Bikes für Erwachsene sind 250 bis 400 Wh üblich. Der kleine Akku hält das Rad leicht, laut Hersteller wiegt das EXPLORE BOOST 25 % weniger als herkömmliche Kinder-E-Bikes. Ein konkretes Gewicht hat woom bisher allerdings nicht genannt.

Funktionen vom woom EXPLORE BOOST
Spannend finden wir vor allem die Details, die ganz klar aus Familiensicht gedacht sind. Der Akku lässt sich laut woom mit einem Handgriff herausnehmen, im Rucksack mitnehmen und separat laden, und zwar ganz einfach per USB-C. Unterwegs kann er sogar als Powerbank dienen. Handy leer auf der Familientour? Pustekuchen ;)
Für die Eltern gibt es eine App: Damit lässt sich die Höchstgeschwindigkeit begrenzen, einzelne Unterstützungsmodi deaktivieren und die Unterstützung ans Können des Kindes anpassen. Am Lenker selbst verzichtet woom auf ein überladenes Display. Und dann ist da noch die Funktion „Hill Kill“: Erkennt das System einen steilen Anstieg, gibt der Motor automatisch mehr Unterstützung und nimmt sie im flachen Gelände wieder zurück.
Die Funktionen im Überblick (laut Hersteller):
- Laufradgrössen 20, 24 und 26 Zoll, für Kinder von ca. 115 bis 165 cm
- Herausnehmbarer 123-Wh-Akku, Laden per USB-C, nutzbar als Powerbank
- Eltern-App für Tempolimit und Unterstützungsstufen
- Hill Kill: automatisch mehr Power am steilen Anstieg
- Schlichtes Cockpit ohne grosses Display
- Rund 25 % leichter als herkömmliche Kinder-E-Bikes



Noch offen sind einige wichtige Eckdaten: Gewicht, Reichweite, Motorleistung und Preis hat woom zur Premiere noch nicht veröffentlicht. Sobald es dazu offizielle Angaben gibt, ergänzen wir sie hier.
Braucht ein Kind überhaupt ein E-Bike?
Die Frage ist berechtigt, und wir haben sie uns schon im Beitrag E-Mountainbikes für Kinder und Jugendliche: Sinnvoll oder nicht? gestellt. Klar ist: Ein E-Bike ersetzt nicht das Velofahren-Lernen. Gleichgewicht, Bremsen und Fahrtechnik lernen Kinder am besten auf einem leichten, normalen Kinderbike. Wer noch das passende Rad sucht, findet in unseren Übersichten zu Kinderbikes mit 20 Zoll und Kinderbikes mit 24 Zoll einige Ideen.
Trotzdem gibt es Situationen, in denen ein leichtes Kinder-E-Bike Sinn macht. Laut woom denkt man dabei an hügelige Schulwege, an Familien auf Wochenendtouren und an junge Biker, die mit älteren Geschwistern oder den Eltern mithalten wollen. Wir finden: Wenn die Familie selbst mit E-Bikes unterwegs ist, wird der Abstand zum Kind auf Touren schnell gross. Ein kleiner Boost kann dann den Unterschied machen zwischen Frust und einem richtig schönen Tag.
Für wen das EXPLORE BOOST spannend sein könnte:
- Familien, die in den Bergen oder in hügeligen Regionen wohnen
- Kinder mit einem langen oder steilen Schulweg
- Familien, die selbst mit dem E-Bike auf Touren gehen
- Kinder, die für ein 24-Zoll-E-Bike noch zu klein sind
Wichtig bleibt, wie bei jedem Kinderbike: Helm auf und die passende Schutzausrüstung. Tipps dazu findet ihr in unserem Beitrag Schutzausrüstung für Bike-Kids. Und gerade beim E-Bike lohnt es sich, das Tempolimit in der App am Anfang eher tief anzusetzen.
Fazit zum woom EXPLORE BOOST
Mit dem woom EXPLORE BOOST geht woom einen konsequenten Weg: Statt möglichst viel Power gibt es einen kleinen Akku, wenig Gewicht und viel Kontrolle für die Eltern. Dass es das E-Bike nun auch in 20 Zoll gibt, ist neu und dürfte vor allem Familien in den Bergen interessieren. Der herausnehmbare Akku mit USB-C und Powerbank-Funktion ist ein cleveres Detail für den Familienalltag.
Ob das Konzept in der Praxis aufgeht, wird sich zeigen, denn Gewicht, Reichweite und Preis sind noch nicht bekannt. Erhältlich sein soll das EXPLORE BOOST ab Januar 2027 im woom-Onlineshop und bei ausgewählten Händlern. Mitglieder im kostenlosen woom Riders Club erhalten laut woom Zugang zum Vorverkauf Anfang 2027. Wir sind gespannt und würden das neue Kinder-E-Bike sehr gern einmal mit unserem Sohn testen.
Mehr Informationen gibt es auf der Webseite von woom.























