Vergangenes Wochenende fand das Haglöfs Arctic Weekend in Riksgränsen, Schweden statt. Zwei Mädels haben den Trip dorthin gewonnen: Beth und ich waren die glücklichen Gewinner. Von knapp 400 Teilnehmern hat uns das Haglöfs Team ausgewählt und so hatten wir die einmalige Chance nach Schweden zu reisen. Dieser Ort stand schon lange ganz oben auf der Liste. Wir mussten uns um nichts kümmern, denn Haglöfs hat sich der kompletten Organisation angenommen und uns ein erlebnisreiches Abenteuerwochenende geschenkt. Mit dabei waren Ola Skinnarmo, Anders Bergwall, Ulrika Asp, Mikael Amlert, Susanne Palm, Per Spett, Per Jonsson, Andreas Fransson, Olof Larsson, Lotten Rapp und Johanna Tiensuu-Stålnacke.

Riksgränsen

Riksgränsen ist eines der nördlichsten Skigebiete auf der Welt und liegt direkt an der Grenze zu Norwegen. Von Kiruna aus erreicht man das Ressort in knapp 2 Stunden mit dem Bus. Meine Reise ging von München nach Berlin, von Berlin nach Stockholm und von Stockholm nach Kiruna. Eine lange Reise, aber das war es allemal wert!

 

 

Hotell Riksgränsen

Untergebracht wurden wir im Hotell Riksgränsen, das nur 100 Meter vom Skilift entfernt ist und komfortable Apartments und Hotelzimmer zur Verfügung stellt. Ich habe mir mit Beth ein kleines Apartment mit Blick auf den zugefrorenen See namens Vassijaure geteilt. Der Sonnenaufgang und -untergang war jeden Tag das Highlight und man möchte sich kaum ausmalen, wie toll das erst im Midsommar sein muss. Wir wurden mit einer Vollpension (Lunch teilweise während den Touren auf den Gipfeln oder in netten Hütten) verpflegt und das Hotel bot außerdem eine kleine Spa-Landschaft inklusive Hot Tub und Sauna mit Blick auf die Bergwelt.

Programm Haglöfs Arctic Weekend

Am Donnerstag war Anreisetag. Am Kiruna Airport war der Treffpunkt und von dort aus fuhren wir gemeinsam mit einem Bus ins Ressort. Dort angekommen ging es nach dem Check-in auch direkt weiter mit Abendessen und der offiziellen Begrüßung von dem schwedischen Marketing Manager Carl Hård af Segerstad. Anschließend gab es einen inspirierenden Vortrag des Adventure Racers Michael Lemmel. Jeden Tag gab es ein vielfältiges Programm, für das man sich den Vorabend anmelden konnte. Die Aktivitäten reichten von Snowkiten, Skitourengehen, Freeskiing, Expeditionskursen, Iglu-Bauen, Eisklettern, Fotografiekursen bis hin zur Exkursion der Nordlichter. Und bei nahezu jedem Programmpunkt war stets ein Haglöfs Athlet dabei.

Tag 1

Am Freitag unternahmen wir eine Skitour Richtung Låktatjåkka, der höchst gelegenen Hütte in Schweden. Von Bjorkliden ging es per Cat Skiing eine Stunde lang hoch hinauf zur Hütte. Wer wollte konnte sich mit den Skiern an der Pistenraupe hochziehen lassen. So hatte man den perfekten Einblick in die Natur. Das war ein tolles Erlebnis! Cat Skiing ist der neue Trend, der immer mehr angeboten wird. Statt mit dem Heli geht es mit der Pistenraupe zum Start der Tiefschneehänge oder zum Einstieg einer Skitour. Oben angekommen wurden weitere 300 Höhenmeter mit den Fellen hinter uns gelegt um eine Tiefschneeabfahrt zu machen. Wir hatten optimale Bedingungen: Perfekter Schnee, Sonnenschein und Lawinenwarnstufe 2. Nach dem Run, der leider viel zu kurz war, ging es zum Lunch in die Låktatjåkka Mountain Lodge. Die Hütte ist super urig und hat leckeres Essen im Angebot. Besonders für die Waffeln ist sie bekannt. Anschließend stiegen wir noch mal knapp 300 Höhenmeter zum nächst gelegenen Gipfel hinauf und fuhren dann bis zum Track ab. Danach hieß es Schieben! Aber dank der beiden Snowmobilen, die extra für uns organisiert waren, kamen wir recht schnell voran.
Abends gab es einen sehr interessanten Vortrag zum Thema „mentales Training“ von der Haglöfs Athletin Lotten Rapp und ihrem Coach Carina Vineberg. Das war sehr inspirierend und motivierend, um sich seine persönlichen Ziele vor Augen zu halten und diese mit verschiedenen Techniken zu erreichen.

Tag 2

Am zweiten Tag ging es raus ins Gelände mit Lotten Rapp. Die 24-jährige Schweden ist ein großes Talent in der Freeski-Szene. In Riksgränsen bieten sich einige Varianten für das Freeskiing an und Lotten gab jedem in der Gruppe Tipps für die Technikoptimierung. Trotz der eisigen Kälte und der schlechten Sicht ab mittags war das ein Traumtag.
Abends stand die Exkursion der Nordlichter an. Trotz der guten Bedingungen hatten wir aber leider kein Glück. Wahrscheinlich waren wir zu früh dran.
Ein Interview mit Lotten Rapp folgt.

 

Tag 3

Der letzte Tag war mein persönliches Highlight: Mit Andreas Fransson auf den Berg gehen! Die ganzen Tage wollte ich bei seinen Touren mitfahren, aber leider musste ich mich aufgrund einer Schulterverletzung zurückhalten. Da es am letztem Tag eine kleinere Tour gab, kam ich doch noch in den Genuss. Andreas Fransson ist bekannt für seine Extremabfahrten und seine Lebenskunst. Der Schwede ist erfahrener Skiguide, Ausbilder von Skilehrern, Kletterinstrukteur und hat eine jahrelange Erfahrung in der Freeride-Szene zu verzeichnen. Andreas ist stets auf der Suche nach der Perfektion.
Direkt vom Hotel aus ging es mit dem Lift hinauf und dann weiter Richtung „Banana“. Vom Fuße aus ging es per Hike hinauf auf den Gipfel. Oben war es extrem stürmisch und das Adventurefeeling war vorprogrammiert. Durch den Wind wurde der Schnee verfrachtet und die Abfahrt war leider weniger mit Powder übersäht und an einigen Stellen etwas tricky. Andreas fuhr stets vor, stand uns jederzeit (auch mit etlichen Fragen) zur Seite und führte uns sicher zum Ziel. Zum Lunch trafen sich alle Gruppen im Hotel. Das war ein toller Tag mit der großartigen Chance, Andreas Fransson einmal etwas näher kennenzulernen.
Ein Interview mit Andreas Fransson findet ihr hier.

Der letzte Tag war für viele bereits der Abreisetag. Beth, ich und noch eine kleine Gruppe reisten erst Montagmorgen ab und verbrachten so noch den Sonntagnachmittag im Spa oder auf dem Berg.

Voller Erlebnisse und Eindrücken ging es am Montag zurück.
Es war ein grandioses Abenteuer, das ich so schnell nicht vergessen werde!

Mehr Informationen zum Arctic Weekend gibt es auch hier.

https://www.facebook.com/haglofs