Für viele Kleinkinder ist das Laufrad das erste eigene Fahrzeug und der Beginn einer langen Bike-Karriere. Doch die Auswahl ist riesig: Holz oder Aluminium, mit oder ohne Bremse, 10 oder 12 Zoll? Wir haben die wichtigsten Kriterien zusammengestellt und stellen euch beliebte Modelle vor. Wer schon weiter ist, findet in unserem Beitrag über 12-Zoll-Bikes weitere Infos.
Ab welchem Alter?
Die meisten Kinder steigen mit etwa 18 Monaten bis 2 Jahren aufs Laufrad. Entscheidend ist, dass das Kind sicher läuft und mit beiden Füssen flach auf dem Boden stehen kann, wenn es auf dem Sattel sitzt. Einige Modelle haben eine besonders tiefe Sitzhöhe für die ganz Kleinen.
Die wichtigsten Kriterien
Darauf solltet ihr achten:
- Gewicht: Das Laufrad sollte maximal ein Drittel des Körpergewichts wiegen, also idealerweise 3 bis 4 kg
- Sitzhöhe: Mindestsitzhöhe passend zur Innenbeinlänge, mit Verstellbereich zum Mitwachsen
- Reifen: Luftreifen dämpfen und haben Grip, Vollgummi oder EVA-Schaum sind pannensicher, aber weniger komfortabel
- Handbremse: Ab etwa 2,5 Jahren sinnvoll, mit kurzem Hebel für kleine Hände
- Lenkeinschlagbegrenzung: Verhindert, dass der Lenker umschlägt
- Fussablage: Hilft beim Rollen und Gleiten
Beliebte Laufräder
woom: Das österreichische Laufrad ist leicht, hat eine tiefe Sitzhöhe und eine Handbremse am Hinterrad. Durchdacht bis ins Detail.

Early Rider Charger: Edles Alu-Laufrad aus England in Bike-Optik, auch mit Bremse erhältlich. Robust und mit tollem Wiederverkaufswert.
Kokua LIKEaBIKE und LIKEtoBIKE: Kokua gilt als Pionier des modernen Laufrads. Das LIKEaBIKE aus Holz ist ein Klassiker, das LIKEtoBIKE aus Alu ein moderner Allrounder.

Strider: Sehr leicht und mit extrem tiefer Sitzhöhe, ideal für die Allerkleinsten. Standardmässig ohne Bremse und mit EVA-Reifen.
Puky LR: Der Klassiker aus Deutschland, robust und vielerorts erhältlich, aber etwas schwerer als die Premium-Modelle.
Specialized Hotwalk: Leicht, mit Luftreifen und niedriger Einstiegshöhe.
Holz oder Metall?
Holzlaufräder sehen schön aus und sind oft etwas günstiger, sind aber meist schwerer und weniger verstellbar. Aluminium ist leicht, robust und wetterfest. Für Kinder, die viel draussen unterwegs sind, empfehlen wir Alu.
Gebraucht kaufen?
Laufräder sind sehr langlebig und lassen sich gut gebraucht kaufen. Prüft Reifen, Lager und Bremse. Premium-Modelle sind auch gebraucht noch relativ teuer, lassen sich aber nach der Laufrad-Zeit ebenso gut wieder verkaufen.
Fazit
Ein gutes Laufrad ist leicht, hat eine niedrige Sitzhöhe und idealerweise Luftreifen und eine Handbremse. Damit lernen Kinder spielerisch das Gleichgewicht halten und steigen später ganz ohne Stützräder aufs Pedalrad um. Wie das klappt, lest ihr in unserem Beitrag Kinder aufs Bike.

























