Welches ist das top Enduro Bike 2016?

Die Qual der Wahl. Es gibt sehr viele, sehr gute Enduro Bikes. Nur wenn man schon so viel Geld in die Hand nimmt: auf welches soll man setzten? Eine pauschale Antwort gibt es nicht, da hilft nur Testen – und natürlich lesen, was andere dazu sagen. Hier präsentieren wir die Testendrücke der 14 besten Endurobikes 2016 vom Outdoormind Team.

1. Scott Genius LT 700 Tuned Plus

Das top-of-the-line Scott Enduro Bike aus der Schweiz kommt mit 650b+ Bereifung daher, aber lässt sich genau so gut als 29″ bewegen. Ein Bike, das Enduropilot Remy Absalon ebenfalls überzeugt und so fährt er das Bike als 29″ in den Rennen. Ein spannendes Konzept: es ist leicht, robust und vielseitig.

Das Outdoormind Team hat das Genius LT 700 Tuned Plus die Bikesaison 2016 im Test und ist soweit begeistert.

http://www.instagram.com/p/_3qLVyo8nd

  • Gewicht: 12.7 kg
  • Preis: 7.999 EUR

2. Intense Carbine 29

Intense Carbine 29 Enduro Bike & Scott Genius LT Tuned (c) Outdoormind

Aus der Californischen Edelschmiede ist 2014 Carbine 29 entsprungen. 2014 war es neben dem Specialized Enduro 29 das einzige long travel 29″ Enduro auf dem Markt. Boostnaben, sowie 650b+ Kompabilität ist Fehlanzeige, aber das Carbon Carbine 29 überzeugt weiterhin. Das Carbine basiert auf dem vom Intense und Santa Cruz patentierten VPP2 (Virtual Pivot Point) System. Somit wird eine einmalige Federkennlinie produziert die jenstes Wippen unterbindet – auch ohne Dämpfer Lock-Out. Umwerfermontage ist möglich, aber die Aufnahme kann man in Zeiten von 1×11 eher für die Montage eines optionalen Chainguides brauchen.

  • Gewicht: 13.73 kg
  • Preis: ab 5.900 EUR

3. Santa Cruz Hightower

Santa Cruz Hightower (c) Jens Staudt / MTB-News

Santa Cruz ist mit dem Hightower auch auf den 29″/650b+ Zug aufgesprungen. Santa Cruz Bronson trifft den Tallboy LT, dabei mit Boostnaben und zwei Laufradmöglichkeiten. Natürlich mit den gleichen Vorzügen wie jedes andere Santa Cruz. So ist das vielseitigste Bike aus dem Hause Santa Cruz enstanden. Wer beide Laufradgrössen fahren möchte sollte mit der 650b+ Variante starten und sich 29″ Laufräder danach zulegen. Umwerfermontage ist nich vorgesehen, aber in Zeiten von 1×11 auch nicht vermisst.

  • Gewicht: 13.46 kg (Hightower C S)
  • Preis: Komplettbike ab 4.000 EUR (Hightower C S)

4. Cannondale Jekyll 3

Cannondale Jekyll (c) Ride Magazin

Die dritte Iteration vom Jekyll ist nur als 650b erhältlich in vier, teilweise optimierbare, Ausstattungsvarianten. Die Geometrie ist up-to-date und so präsentiert Cannondale ein kapables Bike. Das DYAD Federelement von Fox erfordert genau das richtige Setup um die Performance zu bringen, aber dies hat sich als nicht ganz so leicht herausgestellt, denn entweder schienen die Uphill oder die Downhilleigenschaften benachteiligt zu sein. Das Jekyll von Jerome Clementz ist entsprechend ganz anders aufgebaut als die Serienbikes. Dazu würden wir auch raten. Am Rahmen ist nichts auszusetzten, kann unbedenklich hergenommen werden, wobei das Aussehen fast so eigenwillig ist wie die Lefty Federgabel.

  • Gewicht:12.2 kg
  • Preis: ab 3.699 EUR

5. GT Sanction Pro

GT Sanction (c) Maxi Dickerhoff / MTB-News

Basierend auf Aufbau und Kinematik des DH-Bikes GT Fury wurde das Sanction entwickelt. Durch das schwimmend aufgehängte Tretlagergehäuse, was den Hinterbau von Antriebseinflüssen entkoppeln soll, ensteht eine eigene Designsprache. Alle Züge sind aussenverlegt, was Wartung vereinfacht aber das Design weniger clean macht. Lang, wenig verspielt und schwer war das Testurteil im Praxistest. Ein Enduro World Series erprobtes abfahrtlastiges Bike mit entsprechender Laufruhe. Bikeparktauglich ohne Bedenken. Ein gut funktionierender Dämpferlockput ist die Basis um effizientes Treten zu ermöglichen. So fährt auch Hans Rey bevorzugt das GT Sanction auf den Trails.

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#federia #flow // #livigno

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  • Gewicht: 14.36 kg
  • Preis: ab 4.599 EUR

6. Canyone Strive CF 9.0 Team

Canyon Strive CF 9.0 (c) Bike Magazin

Innovatives Konzept vom Direktversender Canyon mit dem eigenentwickelten „Shapeshifter“ der Geometrie und Einfederverhalten für Up- bzw Downhill anpasst. Ausgewogenes Enduro für einen vernünftigen Preis. Die Exklusivität fehlt, aber das Konzept überzeugt.

  • Gewicht: 12.9 kg
  • Preis: ab 4.999 EUR

7. Trek Slash 9.9

Trek Slash (c) Bike Magazin

Sehr leichter, rennerprobter Rahmen von Team-Fahrer René Wildhaber und Fahrerin Tracey Mosely. Sehr aktiver Hinterbau, was einen guten Dämpferlockout erfordert beim Hochfahren. Dies ist auch im Wiegetritt bemerkbar. Als 650b und 29″ Variante zu haben, jedoch ohne crossover Konzept (zwei Laufradgrössen am gleichen Bike).

  • Gewicht: 12.36 kg
  • Preis: ab 8.499 EUR

8. Evil Insurgent

Evil Insurgent (c) Brandon Watts / Freehubmag

Das 650b Bike mit Carbon Rahmen und DELTA-Link bringt viele Eigenentwicklungen mit, wie zum Beispiel die integrierte Kettenführung und Geometrieverstellung über Flipchips. Auch qualitativ schein Evil mittlerweile Ihre Fertigung wieder bestens unter Kontrolle zu haben. Beim Fahren fällt das steife Rahmen, speziell das Heck, die aggresive Geometrie und das relativ tiefe Tretlager auf. Plusbereifung ist Fehlanzeige und für 29″ muss man auf das Modell „the Following“ zurückgreifen. Noch fehlen Langzeitberichte aber der erste Fahreindruck ist sehr positiv.

  • Gewicht: 13.6 kg
  • Preis: ab 4.767 EUR

9. Giant Reign

Giant Reign (c) Christoph Bayer / Enduro-mtb.com

Das aktuelle Giant Reign gibt es seit 2015 als 650b Bike auf dem Markt. Die Geometrie vom Aluminium Reign ist ganz klar auf Highspeed ausgelegt und so liegt das Bike dank dem satten Fahrwerk sehr sicher auf dem Trail. Das Giant Reign klettert zudem erstaunlich gut, allerdings sollte man die Plattformdämpfung des Dämpfers dazuschalten sonst neigt der Hinterbau leicht zum Wegsacken bei steilen Anstiegen. Zudem spürt man im technischen, steilen Uphill den flachen 65°-Lenkwinkel, das Vorderrad bleibt aber am Boden. Die Kehrseite vom schnellen Bike ist, dass es nicht so agil und verspielt ist. Richtungswechsel erfordern etwas mehr Nachdruck als manch anderes Bike.

  • Gewicht: 13 kg
  • Preis: ab 4.599,90 EUR (Reign Advanced 1)

10. Orange Alpine 160

Orange Alpine 160 (c) Orange

Orange als Britischer Anbieter setzt bei der neuauflage vom Alpine nicht auf Carbon sondern auf bewährtes. Der lange Radstand fällt natürlich auf wie der eigene Hinterbau. Dank Einsatz von gängigen Standards soll Langlebigkeit garantiert sein. Preislich ist das Bike auch sehr attraktiv. Das neue Alpine 160 positioniert sich als Mix zwischen aggressiven, abfahrtsorientierten Enduro und Freerider für schnelle Fahrer.

  • Gewicht: 14.5 kg
  • Preis: ab 3.500 EUR

11. Yeti SB6c

Yeti SB6C (c) Trevor Worsey

Das Yeti SB6c ist mit dem Fox Kashima Infinity Switch nicht nur ein Hingucker sondern ein hoch perfomantes Enduro Bike. Das Infinity Switch erzeugt eine harmonische Federkennlinie: anfangs sehr sensibel aber ohne lästiges Wippen. Markante Farbgebung, schöne Linien. Zu den Wartungsinterwallen können wir nichts sagen, Fakt ist aber ein Federelement mehr, was zu Mehrkosten und Mehraufwand führt, aber wenn man schon das erforderliche Budget für so ein Bike hat sollte das kein Dealbreaker sein.

Unsere Partner von H+I Adventures sind überzeugte Yeti fans und Euan fährt bevorzugt das Yeti SB6c.

  • Gewicht:12.95 kg
  • Preis: ab 6.500 EUR

12. Santa Cruz Nomad

Santa Cruz Nomad (c) Robin Schmitt / Enduro-mtb.com

Das Santa Cruz Nomad ist mittlerweile ein bewährtes Enduro Bike mit einer sehr downhilllastigen Geometrie. Das Nomad macht den weiten Spagat zwischen passablen Bergaufeigenschaften und reiner Abfahrtsperformance. Verfügbar in zwei Carbon Varianten: als „C“ oder leichter, zu gleich teurer als „CC“. Aktuell ist es die dritte Generation vom Bike, aber Boost und Plusreifen sind hier Fehlanzeige, dafür gibt es das Hightower von Santa Cruz. Pluspunkt bei Santa Cruz: alle Modelle bekommen lebenslang kostenfreie Ersatzlager von Santa Cruz. Das nennen wir mal Service. Wie bei allen vollgefederten Modellen von Santa Cruz kommt das VPP2 System zum Einsatz. Das Nomad war das erste Bike von Santa Cruz mit innenverlegten Zügen, was heutzutage Standard ist. Die Qualität der Farbbeschichtung wurde in der Vergangenheit bemängelt, aber das scheint in der aktuellen Version behoben zu sein. Das Nomad bietet keine Möglichkeit zur Umwerfermontage, wie so viele Endurobikes heut zu tage. Kettenführungen montiert man über die ISCG05 Aufnahme.

Unsere Freunde Oli und Susi von Ride Progression sind vom Nomad durchwegs überzeugt.

  • Gewicht: 12.9 kg
  • Preis: ab 4.677 EUR (Santa Cruz Nomad C)

13. Specialized Enduro

Specialized Enduro S-Works 29 (c) Bike Magazin

Das Specialized Enduro gibt es in der jetztigen Version schon einige Jahre auf dem Markt als 26″, 650b und 29″ sowie die top-of-the-line Version S-Works. Es ist zwar nicht mehr das allerneueste, so zum Beispiel fehlende Boostnaben, aber nach wie vor ein sehr gutes und bewährtes Enduro. Wir haben die 29″ S-Works Version getestet. Das erste Urteil war, dass das Bike bergauf sehr stark ist und verspielt – auch mit grossen Laufrädern dank der kurzen Kettenstreben. Das Überrollverhalten ist wie zu erwarten gut und so behält man rauf und runter im verblockten Gelände guten Speed. Mittlerweile gibt es auch diverse Experimente, natürlich ohne Garantie vom Hersteller, die im Internet zu lesen sind, wie das 29″ zum 650b+ modifiziert werden kann unter Einsatz von einem Yoke (Drittanbieter). Dadurch kann mit verschiedene Laufradgrössen und Geometrieanpassungen experimentiert werden. Die grosse Frage ist jedoch, wann kommt die nächste Generation Specialized Enduro?

  • Gewicht: 12.45 kg
  • Preis: ab 8.611 EUR (Specialized S-Works Enduro 650B)

14. Radon Swoop 170 10.0 HD

Radon Swoop 170 10.0 (c) Radon Bikes

Neu für 2016 ist das Radon Swoop mit Aluminiumrahmen. Chefkonstrukteur Bodo Probst von Radon hat auf die neuesten Standards wie Boost zurückgegriffen und ein potentes Enduro, nach der Philosphie „vorne lang, hinten kurz“, auf den Markt gebracht. Trotz des vielen Federweges wollte Radon kein rein abfahrtsorientiertes Bike und so findet eine Umwerferaufnahme am Rahmen des Swoop 170 ihren Platz. Preislich ein sehr attraktives Bike.

  • Gewicht: 13.9 kg
  • Preis: 3.799 EUR

15. Lapiere Spicy

Unser Kooperationspartner Andreas von Triberg Reisen auf Madeira. Er schwärmt vom neuen Spicy. Nicht nur optisch sondern auch auf dem Trail macht das Bike einen guten Eindruck.

  • Gewicht: 13.8 kg
  • Preis: ab 4.499 EUR

16. Kona Process 153 DL

Kona Process 153 (c) Kona

Das Alubike von Kona ist robust und ein wahres Allroundtalent. Besonders für kleinere Fahrer wunderbar geeignet, da es mit einem kurzen Sitzrohr daher kommt. Das Handling, Fahrwerk und Allroundeinsatz vom Kona Process 153 DL überzeugt auch unsere Freundin Audrée.

  • Gewicht: 13.8 kg
  • Preis: ab 4.499 EUR

17. Commençal Meta AM

Commençal Meta AM (c) Commençal

Das Bike aus Andorra kommt bewusst nicht aus Carbon daher. Schon immer macht Commencal ihr eigenes Ding. Das Meta AM steckt so ziemlich alles weg, was man auf dem Trail so vorfindet und so ist es für jeden Einsatzzweck geeignet.

  • Gewicht: 13.3 kg
  • Preis: ab 1.699 EUR (je nach Ausstattung)

18. Orbea Occam AM

Unsere Freunde von Basque MTB sind setzen seit Jahren auf Orbea. Nicht umsonst sind sie davon überzeugt, auch wenn es aus dem ihrem Baskenland kommt. Das Orbea Occam AM ist leicht, agil, robust und reagiert schnell.

  • Gewicht: 12.7 kg
  • Preis: ab 7.122 EUR