Stand Up Paddling mit Kindern: Sicher aufs Brett

Stand Up Paddling am Achensee
Stand Up Paddling am Achensee (c) Achensee Tourismus

Kaum ein Wassersport ist in den letzten Jahren so durchgestartet wie Stand Up Paddling. An jedem See sieht man die bunten Boards, und viele Familien haben inzwischen ihr eigenes aufblasbares SUP im Kofferraum. Kein Wunder: SUP ist einfach zu lernen, macht riesig Spass und funktioniert auch mit Kindern. Damit der Ausflug aufs Wasser sicher bleibt, haben wir die wichtigsten Tipps zusammengestellt.

Ab welchem Alter können Kinder SUP fahren?

Als Passagier können schon kleine Kinder vorne auf dem Board sitzen, sofern sie eine passende Rettungsweste tragen und sich wohlfühlen. Selbst paddeln können Kinder meist ab etwa sechs bis acht Jahren. Voraussetzung: Sie können sicher schwimmen. Für Kinder gibt es eigene, kleinere Boards und kurze Paddel.

Die richtige Ausrüstung

Das gehört dazu:

  • Rettungsweste oder Schwimmweste in der richtigen Grösse, für Kinder ein Muss
  • Leash: Die Leine verbindet Board und Fuss, damit das Board nach einem Sturz nicht wegtreibt. Auf Flüssen nur mit Sicherheitssystem!
  • Familien- oder Allround-Board: Breit und stabil, mit genug Volumen für zwei
  • Verstellbares Paddel, das sich auf Kindergrösse einstellen lässt
  • Sonnenschutz: UV-Shirt, Kappe, wasserfeste Sonnencreme
  • Wasserdichter Packsack für Handy, Snacks und Trinkflasche
Stand Up Paddling am Bodensee bei Bregenz (c) Asurnipal / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Wo paddelt man am besten?

Für den Anfang sind ruhige Seen ohne Strömung und mit flachem Uferbereich ideal. Bergseen wie der Achensee in Tirol sind wunderschön, aber oft auch kalt. Im Hochsommer ist das kein Problem, im Frühling und Herbst ist ein Neoprenanzug sinnvoll. Grössere Seen wie der Bodensee oder der Gardasee haben ihre ruhigen Ecken, können aber bei Wind schnell rau werden.

Achtung bei:

  • Ablandigem Wind, der euch vom Ufer wegtreibt
  • Gewittern: Sofort ans Ufer
  • Schiffsverkehr und Badezonen
  • Naturschutzgebieten und Schilfzonen, die tabu sind
  • Flüssen mit Strömung, Wehren und Hindernissen, die nur für Erfahrene sind

Spiele auf dem Board

Kinder wollen nicht stundenlang geradeaus paddeln. Macht kleine Spiele daraus: Wer schafft es, auf dem Board zu knien, zu stehen, sich umzudrehen? Wer findet die schönste Bucht? Ein Sprung ins Wasser vom Board ist ohnehin das Highlight. Und eine Picknickpause am Ufer gehört dazu.

Kurse und Verleih

Viele Seen haben SUP-Verleihe und Schulen. Ein Einsteigerkurs lohnt sich, vor allem um Sicherheit und Technik zu lernen. Und wer erst ausprobieren möchte, ob SUP etwas für die Familie ist, mietet zunächst ein Board, bevor er kauft.

Fazit

Stand Up Paddling ist der perfekte Sommer-Wassersport für Familien. Mit Rettungsweste, Leash und einem ruhigen See ist der Einstieg ganz einfach. Wer die Regeln und das Wetter im Blick hat, erlebt wunderbare Stunden auf dem Wasser. Viel Spass beim Paddeln!