
Wer in den letzten Monaten durch ein Dorf oder eine Stadt gefahren ist, hat sie bestimmt gesehen: Pumptracks schiessen überall aus dem Boden. Und das ist eine richtig gute Nachricht für bikeverrückte Familien. Denn auf einem Pumptrack haben Kinder auf dem Laufrad genauso viel Spass wie Teenager auf dem Dirtbike oder Eltern auf dem Mountainbike. Wir erklären, was einen Pumptrack ausmacht und warum er für Kinder so wertvoll ist.
Was ist ein Pumptrack?
Ein Pumptrack ist ein Rundkurs aus Wellen (Rollers) und Steilkurven. Der Clou: Man kommt darauf voran, ohne zu treten. Durch gezieltes Be- und Entlasten des Bikes, das sogenannte „Pumpen“, gewinnt man auf den Wellen Geschwindigkeit. Moderne Pumptracks sind oft asphaltiert, so sind sie wetterfest, wartungsarm und auch mit Laufrad, Scooter oder Skateboard befahrbar.
Warum Pumptracks für Kinder ideal sind
Die Vorteile auf einen Blick:
- Fahrtechnik spielerisch lernen: Gleichgewicht, Körperspannung, Blickführung und Kurventechnik
- Für jedes Alter: Vom Laufrad bis zum Teenager
- Kein Verkehr: Ein geschützter Raum zum Üben
- Kurze Wege: Viele Pumptracks liegen mitten im Ort
- Gratis: Die meisten Anlagen sind öffentlich und kostenlos
- Sozialer Treffpunkt: Kinder lernen voneinander

So lernt ihr das Pumpen
Unsere Tipps für den Einstieg:
- Grundposition: Pedale waagrecht, Knie und Ellbogen leicht gebeugt, Blick nach vorne
- Langsam starten: Die ersten Runden einfach rollen und mittreten, wo nötig
- Drücken in der Abfahrt: Wenn das Vorderrad über den Wellenkamm geht, Arme und Beine aktiv in die Rückseite der Welle drücken
- Entlasten in der Auffahrt: Beim Anrollen auf die nächste Welle den Körper leicht machen und Arme und Beine einziehen
- Kurven: Bike in die Steilkurve legen, Körper eher aufrecht, Blick zum Kurvenausgang
Kinder machen das oft intuitiv besser als Erwachsene. Lasst sie einfach machen und zeigt höchstens ein paar Tipps.
Regeln auf dem Pumptrack
Damit alle Spass haben, gelten auf den meisten Anlagen ein paar einfache Regeln: Immer in die gleiche Richtung fahren, nicht auf der Strecke stehen bleiben, Rücksicht auf die Kleinen nehmen und immer mit Helm fahren. Handschuhe sind gerade auf Asphalt eine gute Idee.

Pumptracks und Events
In Österreich bringt die Intersport Austrian Pumptrack Series Jung und Alt auf die Strecken, mit Rennen in verschiedenen Altersklassen. Auch in Deutschland und der Schweiz gibt es immer mehr Pumptrack-Events und Kids-Rennen. Ein Riesenspass für alle, die Lust auf ein bisschen Wettkampf haben.
Welches Bike für den Pumptrack?
Für Kinder reicht ihr normales Bike völlig. Wichtig sind gut funktionierende Bremsen und ein nicht zu schweres Rad. Wer mehr Zeit auf dem Pumptrack verbringen will, freut sich über ein Dirtbike oder BMX. Auf asphaltierten Pumptracks dürfen auch Laufräder, Scooter und Skateboards mitfahren.
Fazit
Pumptracks sind für Familien ein echter Glücksfall. Kostenlos, wetterfest, nah und ideal, um Fahrtechnik zu lernen. Sucht doch mal nach einem Pumptrack in eurer Nähe, zum Beispiel über Gemeinden oder Bikeparks. Wir sind uns sicher: Eure Kids werden nicht mehr nach Hause wollen.
























