Frühlingsskifahren mit Kindern: Sonne, Sulz und Gletscher

Sonne tanken beim Frühlingsskilauf in der Schlick 2000
Sonne tanken beim Frühlingsskilauf in der Schlick 2000 (c) TVB Stubai Tirol / André Schönherr

Viele hängen im März die Ski schon an den Nagel. Ein Fehler! Denn der Frühlingsskilauf ist für Familien oft die schönste Zeit des ganzen Winters. Lange Tage, warme Temperaturen, leere Pisten und Mittagessen auf der Sonnenterrasse. Gerade für kleine Kinder, die bei Kälte schnell frieren, ist das ideal. Hier sind unsere Tipps.

Warum Frühlingsskifahren mit Kindern so toll ist

Die Vorteile auf einen Blick:

  • Warme Temperaturen: Kein Frieren, keine kalten Finger und Zehen
  • Lange Tage: Mehr Zeit für Pausen ohne Stress
  • Weniger Betrieb: Nach den Faschingsferien sind die Pisten deutlich leerer
  • Günstige Angebote: Viele Skigebiete und Hotels locken mit Frühlingsangeboten, Kinder fahren teilweise gratis
  • Weicher Schnee: Stürze sind weniger schmerzhaft
Frühlingsskifahren an der Nordkette über Innsbruck (c) Innsbruck Tourismus / eye5 / Jonas Schwarzwälder

Darauf solltet ihr achten

Sonnenschutz: Die Sonne ist im Frühling auf dem Schnee extrem stark. Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, Lippenschutz und eine gute Sonnenbrille oder Skibrille mit passendem Filter sind Pflicht. Kinderhaut ist besonders empfindlich, also regelmässig nachcremen!

Zwiebellook: Am Morgen kann es noch frostig sein, am Mittag ist es fast sommerlich. Mehrere dünne Schichten, die sich ausziehen lassen, sind ideal. Eine leichte Softshelljacke reicht oft aus.

Früh starten: Am Morgen sind die Pisten noch hart und griffig, am Nachmittag wird der Schnee zu Sulz. Für Kinder ist der weiche Schnee am späten Vormittag oft perfekt. Gegen Nachmittag kann er schwer und anstrengend werden. Dann ist Zeit für eine lange Pause auf der Sonnenterrasse.

Genug trinken: Bei Sonne und Wärme schwitzen Kinder mehr, als man denkt.

Wo lohnt sich Frühlingsskifahren?

Gletscherskigebiete sind schneesicher bis weit in den Frühling. Der Hintertuxer Gletscher im Zillertal hat sogar ganzjährig geöffnet, der Stubaier Gletscher meist bis Anfang Juni. In der Schweiz sind Zermatt und Saas-Fee bekannt für ihre lange Saison.

Skivergnügen am Hintertuxer Gletscher (c) Hintertuxer Gletscher / Dominik Tauber

Auch höher gelegene Skigebiete wie Obertauern, Kühtai, Ischgl oder Obergurgl bieten oft bis in den April beste Bedingungen. Rund um Innsbruck locken die Nordkette und die Axamer Lizum mit Frühlingsskilauf und Stadtnähe.

Ostern auf der Piste

Viele Skigebiete veranstalten rund um Ostern Familienaktionen: Ostereiersuche im Schnee, Kinderrennen oder Frühlingsfeste. Ein Blick auf die Webseite des Skigebiets lohnt sich.

Fazit

Frühlingsskifahren mit Kindern ist entspannt, warm und oft günstiger als in der Hauptsaison. Mit dem richtigen Sonnenschutz und einem frühen Start erlebt ihr die schönsten Skitage des Winters. Also: Ski noch nicht in den Keller stellen!