Bouldern mit Kindern: Spass an der Wand

Bouldern in Hoch-Imst
Bouldern in Hoch-Imst (c) TVB Imst / Rudi Wyhlidal

Bouldern ist für viele Kinder die schönste Art zu klettern. Kein Seil, kein Gurt, keine komplizierte Sicherungstechnik: Einfach Schuhe an und los. In den letzten Jahren sind überall neue Boulderhallen entstanden, viele mit eigenen Kinderbereichen. Nach unserem Beitrag zum Klettern mit Kindern widmen wir uns heute ganz dem Bouldern.

Was ist Bouldern?

Beim Bouldern klettert man ohne Seil in Absprunghöhe, meist bis etwa vier Meter. Unter der Wand liegen dicke Matten, die den Sturz abfedern. Die Routen („Boulder“) sind kurz und mit farbigen Griffen markiert. Jede Farbe steht für einen Schwierigkeitsgrad.

Ab welchem Alter?

Schon Kleinkinder können in speziellen Kinderbereichen an niedrigen Wänden klettern. Für die normalen Bereiche sind Kinder ab etwa sechs Jahren geeignet, wenn sie die Regeln verstehen. Viele Hallen haben eigene Altersregeln, fragt vorher nach.

Boulderwand im Indoor-Spielplatz (c) JUFA / Ewelina Herzog

Die wichtigsten Regeln

Damit alle sicher bouldern:

  • Nicht unter Kletternden stehen oder laufen
  • Die Matte ist kein Spielplatz, nicht herumrennen
  • Kontrolliert abspringen: In die Knie gehen und nach hinten abrollen
  • Abklettern, wenn möglich, statt aus der Höhe springen
  • Immer nur eine Person pro Boulder
  • Kinder nie unbeaufsichtigt lassen

Die Ausrüstung

Fürs Bouldern braucht es nur Kletterschuhe und etwas Chalk für die Hände. In den meisten Hallen kann man Schuhe leihen. Kinderkletterschuhe sollten bequem sitzen und nicht zu eng sein, sonst vergeht der Spass schnell.

Spiele an der Boulderwand

So bleibt es spannend:

  • Farbenspiel: Nur Griffe einer Farbe nutzen
  • Twister: Ein Mitspieler sagt an, welche Hand auf welchen Griff
  • Quergang-Challenge: Wer kommt am weitesten, ohne den Boden zu berühren?
  • Eigene Boulder erfinden und den Eltern zeigen
Bouldern in der Kinderwelt im Zugspitz Resort (c) Michael Huber / Huber Fotografie

Draussen bouldern

Wer Lust auf Fels hat, findet in Fontainebleau bei Paris das berühmteste Bouldergebiet der Welt. Hier gibt es sogar eigene Kinderparcours, die mit kleinen Nummern markiert sind. Auch in den Alpen gibt es viele Bouldergebiete, zum Beispiel im Tiroler Oberland, im Tessin oder im Zillertal. Für den Fels braucht es ein Crashpad und Rücksicht auf die Natur.

Fazit

Bouldern mit Kindern ist einfach, gesellig und macht riesig Spass. Mit den richtigen Regeln, Kletterschuhen und einer Portion Spieltrieb wird jede Boulderhalle zum Abenteuerspielplatz. Und wer weiss: Vielleicht steht ihr bald gemeinsam in Fontainebleau am Fels.