Winterkleidung für Kinder: Zwiebelprinzip richtig gemacht

Warm angezogen beim Winterwandern
Warm angezogen beim Winterwandern (c) Serfaus-Fiss-Ladis Marketing GmbH / Andreas Kirschner

Bald ist es wieder so weit: Der erste Schnee fällt, und die Kids wollen raus. Doch wie zieht man Kinder im Winter richtig an? Zu dick, und sie schwitzen und frieren dann. Zu dünn, und der Ausflug ist nach einer halben Stunde vorbei. Die Lösung heisst Zwiebelprinzip. Wir erklären, wie es funktioniert und worauf es bei jeder Schicht ankommt.

Das Zwiebelprinzip

Statt einer dicken Jacke tragen Kinder mehrere dünne Schichten. Die Luft zwischen den Schichten isoliert, und je nach Aktivität und Wetter lassen sich Schichten an- oder ausziehen. Drei Schichten sind die Basis.

1. Baselayer: Die Haut trocken halten

Die erste Schicht liegt direkt auf der Haut und soll Feuchtigkeit nach aussen transportieren. Merinowolle ist hier unser Favorit: Sie wärmt auch feucht, kratzt nicht und riecht nicht. Alternativ funktioniert Funktionswäsche aus Synthetik. Baumwolle ist dagegen tabu, denn sie saugt sich mit Schweiss voll und kühlt aus.

2. Midlayer: Die Wärme speichern

Die zweite Schicht ist die Isolationsschicht. Ideal sind Fleece, dünne Daunen- oder Kunstfaserjacken. Bei viel Bewegung, etwa beim Langlauf, reicht oft ein dünnes Fleece. Beim Schlittenfahren oder Skifahren an kalten Tagen darf es dicker sein.

Fleece als wärmende Mittelschicht (c) Didriksons

3. Aussenschicht: Schutz vor Schnee und Wind

Die äussere Schicht schützt vor Nässe und Wind. Eine wasserdichte, atmungsaktive Skijacke und Skihose oder ein Skianzug sind ideal. Achtet auf:

  • Wassersäule von mindestens 10’000 mm
  • Verschweisste Nähte
  • Schneefang an Jacke und Hosenbeinen
  • Mitwachsfunktion an Ärmeln und Beinen
  • Reflektoren für die dunkle Jahreszeit

Skianzug oder Jacke und Hose?

Für kleine Kinder ist ein Overall praktisch: Kein Schnee am Rücken, auch wenn sie im Schnee liegen. Grössere Kinder bevorzugen meist Jacke und Hose, weil sie flexibler sind, zum Beispiel für die Pause im Restaurant.

Wetterfeste Aussenschicht (c) Finkid

Hände, Füsse und Kopf

Handschuhe: Für Kinder sind Fäustlinge wärmer als Fingerhandschuhe. Lange Stulpen verhindern, dass Schnee hineinkommt.

Socken: Eine dünne Merino-Skisocke reicht. Zwei Paar Socken übereinander machen die Füsse eher kalt, weil sie die Durchblutung einschränken.

Mütze und Halswärmer: Unter dem Helm nur eine dünne Helmmütze, sonst eine warme Wollmütze. Ein Buff oder Halswärmer schützt vor Wind.

Unsere Lieblingsmarken

Für Kinder-Winterbekleidung empfehlen wir Marken wie namuk, Reima, Didriksons, Finkid, Isbjörn of Sweden oder VAUDE. Mehr dazu in unserem Beitrag über Outdoor-Bekleidungsmarken für Kinder. Und viele Teile lassen sich gut Second Hand kaufen.

Fazit

Mit dem Zwiebelprinzip bleiben Kinder im Winter warm und trocken. Merino als Baselayer, Fleece als Midlayer und eine wasserdichte Aussenschicht, dazu Fäustlinge und eine gute Mütze. Dann kann der Winter kommen!