Die Tage werden kürzer, auf den Gletschern liegt der erste Schnee und bei uns startet langsam das Ski-Fieber. Wer Kinder hat, kennt aber das alljährliche Problem: Der Skischuh vom letzten Winter drückt, die Ski sind zu kurz und der Helm sitzt auch nicht mehr richtig. Kinder wachsen einfach schneller, als ein Ski kaputt geht. Doch welche Lösung ist die beste: kaufen, Saisonmiete oder doch die Skibörse?
Und ja, diesen Herbst ist alles ein bisschen anders. Wie die Wintersaison 2020/21 wegen Corona genau ablaufen wird, weiss im Moment noch niemand so richtig. Umso mehr lohnt es sich, bei der Ausrüstung flexibel zu bleiben.
Variante 1: Die Saisonmiete
Für viele Familien ist die Saisonmiete die bequemste Lösung. Im Herbst holt man sich im Sportgeschäft das komplette Set aus Ski, Bindung, Skischuhen und Stöcken ab und gibt es im Frühling wieder zurück. Die Vorteile liegen auf der Hand:
- Die Ausrüstung passt zur aktuellen Grösse und zum Können des Kindes
- Ski und Bindung sind geprüft und eingestellt
- Viele Shops bieten einen kostenlosen Umtausch, wenn der Fuss während der Saison wächst
- Kein Stress mit Lagerung, Service und Wiederverkauf
Gerade für Kinder, die noch nicht genau wissen, ob sie das Skifahren lieben werden, ist das ideal. Einziger Nachteil: Wer früh im Herbst reserviert, hat die grösste Auswahl. Wartet man bis kurz vor Weihnachten, wird es oft knapp mit den gängigen Grössen.
Variante 2: Neu kaufen
Ein eigenes Set lohnt sich vor allem dann, wenn ihr viele Tage pro Saison auf der Piste seid oder mehrere Kinder habt, die die Ausrüstung weitertragen können. Beim Kauf gilt:
- Ski: Für Anfänger reicht eine Länge etwa bis zur Brust, Fortgeschrittene dürfen bis zum Kinn gehen
- Skischuhe: Niemals „zum Reinwachsen“ kaufen. Ein zu grosser Schuh gibt keinen Halt und macht das Lernen schwer
- Bindung: Die Einstellung (Z-Wert) gehört immer in die Hände eines Fachhändlers
- Helm: Ein Helm muss gut sitzen und gehört zu jedem Kind auf der Piste
Viele Händler bieten übrigens ein Rückkauf- oder Eintauschmodell an: Ihr kauft das Set neu und bekommt im nächsten Jahr einen Teil des Preises beim Kauf der grösseren Grösse gutgeschrieben.

Variante 3: Skibörse und Second Hand
Die klassische Skibörse im Herbst ist für Familien eine echte Fundgrube. Oft organisieren Skiclubs, Schulen oder Gemeinden solche Börsen und man findet gut erhaltene Kinderski für einen Bruchteil des Neupreises. Auch Online-Kleinanzeigen sind eine gute Quelle.
Darauf solltet ihr bei gebrauchter Ausrüstung achten:
- Kanten und Beläge auf Risse und grobe Schäden prüfen
- Die Bindung muss zur Schuhsohle passen und vom Fachhandel eingestellt werden
- Skischuhe: Schnallen und Schale auf Brüche kontrollieren
- Helme lieber neu kaufen: Einen unsichtbaren Sturzschaden erkennt man nicht
Unsere Tipps für die Anprobe
Nehmt die Kinder unbedingt mit zur Anprobe und plant genug Zeit ein. Die Kids sollten dünne Skisocken tragen, keine dicken Wollsocken. Im Skischuh dürfen die Zehen vorne leicht anstossen, wenn das Kind gerade steht, und beim Beugen in die Knie wieder etwas Platz haben. Der Innenschuh lässt sich herausnehmen: Stellt euer Kind darauf, sollte hinter der Ferse etwa ein Finger Platz haben.

Fazit Skiausrüstung für Kinder
Eine perfekte Lösung für alle gibt es nicht. Für Einsteiger und Familien, die nur wenige Tage pro Winter Skifahren, ist die Saisonmiete unschlagbar unkompliziert. Wer viel unterwegs ist oder Geschwister hat, fährt mit einem eigenen Set oder der Skibörse günstiger. Und gerade in diesem besonderen Winter ist Flexibilität Gold wert: Fragt beim Händler nach, wie Stornierungen oder Rückgaben gehandhabt werden, falls die Saison anders läuft als geplant.
Wir wünschen euch jedenfalls einen schneereichen Winter und viele schöne Tage auf der Piste!

























