Traumtrails auf der Kaleo Farm

Kaleo Gust Farm
Kaleo Gust Farm (c) Outdoormind

Im verträumten Koue Bokkeveld, hoch über dem Ceres-Tal, liegt die „Kaleo Guest Farm“. Unsere Bleibe ist das „Kaleo Manor Haus“, das von alten Eichen und einem grossen Garten umgeben ist. Nebenan grasen Ponys, ein Springbock läuft frei herum und ärgert den Farm Hund, wenn er zu nahe kommt. Wir geniessen die Ruhe und essen zu Abend. Dieses Mal mit Catering, welches sehr gut, vielfältig und eine Gruppe von doppelter Grösse ernähren könnte. Hier geht keiner hungrig ins Bett. Generell muss man zu den Essgewohnheiten der Südafrikaner sagen, dass sie sehr gerne Fleisch essen und das in grossen Mengen. Nun, wenn das Fleisch ein Zehntel von dem kostet, was wir in der Schweiz gewohnt sind, kann man es verstehen.

Kaleo Guest Farm
Kaleo Guest Farm (c) Outdoormind

Wir brechen am nächsten Morgen früh zu unserer Tour auf, denn es wird tagsüber extrem heiss. Das bedeutet Abfahrt um halb sieben. Ungewohnt früh, aber als wir ein paar Stunden auf dem Bike sitzen, sind wir schon extrem froh so früh losgefahren zu sein. Patrick war schon um 5.30 Uhr unterwegs, um den spektakulären Sonnenaufgang zu fotografieren.

Sonnenaufgang Kaleo Farm
Sonnenaufgang Kaleo Farm (c) Outdoormind

Wüstenfeeling in Kaleo

Rund um die Farm herrscht quasi Wüste; nicht nur optisch durch die Sandsteine, sandigen Trails und trockene Umgebung, sondern auch die Temperaturen tragen ihren Teil dazu bei: Um neun Uhr morgens steht das Thermometer bereits auf 25 Grad. Wir haben die Tour so geplant, dass wir vor der Mittagshitze wieder zurück im Kaleo Manor Haus mit seinen halbmeterdicken kühlenden Wänden sind. Die Trails, die wir fahren, sind sehr cool.

Von felsigen Abschnitten über Sandstein bis hin zum „Sandsurfing“ – es rockt definitiv in Kaleo! 630 Höhenmeter und knapp 40 Kilometer später entspannen wir unter den Eichen vor dem Haus. Nach dem Mittagessen haben wir noch den halben Tag vor uns und nutzen die Zeit, um Kleidung zu waschen, Reparaturen am Bike vorzunehmen, im mitgebrachten Buch mal voran zu kommen oder einfach nur zu entspannen. Was für eine Idylle! Der nächste grössere Ort ist das 40 Kilometer entfernte Ceres, das zu einem der größten Gemüse- und Obstanbaugebiete Südafrikas gehört. Für uns eine halbe Weltreise, für Südafrikaner ein Katzensprung, wenn man einkaufen vorbeifahren möchte.

Spektakuläre Kulisse bei Sonnenuntergang in Kaleo
Spektakuläre Kulisse bei Sonnenuntergang in Kaleo (c) Outdoormind
Sunset Ride mit Aussichten in Kaleo
Sunset Ride mit Aussichten in Kaleo (c) Outdoormind

Vor dem Sonnenuntergang gibt es noch eine kurze Runde auf dem Bike. Die Farben in Kombination mit der Landschaft bietet die ideale Kulisse für unvergessliche Fotoaufnahmen – und der aufgehende Supermond macht den Abend einzigartig.

Bike-Hotspot Delheim

Am nächsten Morgen geht es auf zurück nach Kapstadt. Auf dem Weg machen wir noch Halt in Delheim, um ein paar Runden zu drehen. Delheim gehört zu den coolsten Bike-Spots am Westkap. Die Trails sind super schön gebaut, es gibt eine Vielzahl an Varianten und der Uphill auf den Singletrails ist sehr lässig. Trailbauer Meurant Botha, dessen Künste wir bereits aus Jonkershoek kennen, war mal wieder am Werk.

Die Steigung ist sehr angenehm und kaum spürbar. Wir erleben ein befriedigendes Gefühl, so nahe man an „Uphill-Flow“ mit einem Mountainbike kommen kann. Absoluter Favorit ist die „Smugglers Traverse“, die von Delheim bis zum Weingut Uitkyk, eines der besten in der Umgebung, führt. Von da aus kann man entweder wieder zum Startpunkt zurück oder zur Dirtopia Trail Lodge fahren, die neben B&B, Kaffee, einen Bikeshop, auch ein paar schöne Trails zu bieten hat.

Epischer Sunset Ride in Delheim
Epischer Sunset Ride in Delheim (c) Outdoormind

Für uns heisst es aber zurück zum Ausgangspunkt nach Kapstadt in unsere bereits bekannte Unterkunft von Bernd, während die Sonne untergeht.

Delheim Sunset Bikeshuttle
Ein Traumtag geht zu Ende (c) Outdoormind

Trails rund um das Paul Cluver Weingut

Einen weiteren Tag sind wir noch mit der Gruppe unterwegs. Und zwar auf dem Paul Cluver Weingut. Die bekanntesten und berühmtesten Paul Cluver-Weine sind die in diesem Klima gedeihenden Pinot Noir, Chardonnay und der edelsüsse Weisser Riesling Noble Late Harvest. In nur 40 Autominuten von Kapstadt erreichen wir den Parkplatz in den Bergen hoch über den Plains.

Paul Cluver Wines
Paul Cluver Wines (c) Outdoormind

Das Weingut grenzt direkt am Oak Valley, das auch sehr bekannt für gute Trails ist. Wir starten am Amphitheater, das für aller Art von Events genutzt wird, und folgen mit unseren Bikes den Schildern der roten Runde.

Hängebrücken auf den Trails in Paul Cluver
Hängebrücken auf den Trails in Paul Cluver (c) Outdoormind

Auf dem Weg steht jede Menge Spass auf dem Programm, denn die gebauten Trails beinhalten viele Holzelemente, Brücken, wie beispielsweise Hängebrücken aus alten Weinfässern. Dass die Trails Schlangennamen wie „Mamba“, „Pofadder“ und „Boomslang“ tragen, versuchen wir zu ignorieren. Es ist extrem heiss und die sandigen Trailabschnitte bergauf gehen in die Beine. Dennoch überwiegt die Freude bei den Ups & Downs. Wir verzeichnen nach dem langen Tag knapp 30 Kilometer und 500 Höhenmeter. Eigentlich ja gar nicht so viel, aber die Hitze machte uns zu schaffen und die vorherigen Biketage stecken in den Knochen. Unser Fazit: Daumen hoch für die Paul Clever Trails. Wir haben zwar nur einen Teil davon gesehen, aber können dieses Gebiet auf jeden Fall zu unseren Favoriten zählen.

Paul Cluver Trails mit viel Flow
Paul Cluver Trails mit viel Flow (c) Outdoormind

Biken in Südafrika

10 Tage guided Trailsafari gehen zu Ende aber wir wollen mehr, und so heisst es für uns die nächsten 17 Tage auf eigene Faust unterwegs zu sein. Was wir noch erlebt haben, könnt ihr bald bei uns nachlesen.

Wer Südafrika mit dem Bike kennenlernen möchte, sollte unbedingt mit Bernd und Supertrail-Rides unterwegs sein. Nächstes Jahr bieten sie wieder 2 Termine an. Wer bis dahin nicht warten möchte, kann sich von Bernd ein persönliches Programm schneidern lassen.

Eckdaten für die Trailsafari mit Supertrail-Rides:

  • Mindestteilnehmerzahl: 3 Personen
  • Preis: Sfr. 1’890.- Umrechnung in Euro
  • Kondition: Level 3
  • Fahrtechnik: Level 2 (30-55 km/Tg., 600-1200 hm/Tg.)
  • Temperaturen: 18-32 Grad
  • Termine: 20. Oktober-29. Oktober 2017, 17. November-26. November 2017
  • Leistungen Im Preis enthalten: Flughafen-Transfer
, 6 Übernachtungen inkl. Frühstück in Bernds Bikehouse Capetown
, 3 externe Übernachtungen inkl. Frühstück und Abendessen, 4 Abendessen in Bernds Bikehouse Capetown (davon mindestens 1 x BBQ), Shuttlefahrten zu den Startorten
, 8 geführte Bike-Touren
  • Nicht im Preis enthalten: Flug
, Mittagessen
, Getränke (ausgenommen Wasser im Begleitfahrzeug)
, Kosten für freiwillige Zusatz-Aktivitäten (Surfkurs, Stadtrundfahrt)

Weitere Informationen findet ihr auch auf der Webseite von Supertrail-Rides und von Bernd: http://www.capetownbikehouse.com & http://www.surfandbike.capetown