Das Outdoormind Team war zum Biken in Crans Montana unterwegs. Crans Montana gehört zu einer der grossen Freeride Destinationen im Wallis in der Schweiz. Neben der relativ guten Erreichbarkeit ist das Wallis besonders für die milden Temperaturen bekannt und den geringen Niederschlägen an der Alpensüdseite. Ausserdem hat dieses Revier vielseitige Trails zu bieten. Nicht zu vergessen die traumhafte Landschaft, die von einer Bergkulisse umgeben ist, die bis zum Matterhorn reicht.

Freerideparadies Crans Montana

Die Infrastruktur in Crans Montana ist äusserst bikerfreundlich und die Bahnen gondeln Biker bis auf fast 3000 Metern über dem Meer. Die Trails führen bis nach Sierre auf 533 Meter. Das macht zum Beispiel 2500 Höhenmeter Abfahrt am Stück. Nach unserem Check-in im Hotel Olympic am Tag zuvor, begeben wir uns am ersten Tag zielstrebig in den Kona Bikepark in Crans Montana. Die schnelle Bergbahn bringt uns nach oben, wo uns ein sagenhafter Panoramablick in die umliegende Bergwelt empfängt. Runter haben wir die Wahl: eine blaue Piste (nicht wirklich empfehlenswert, da eigentlich nur ein Schotterweg), eine flowige Freeride-Strecke (rot) und eine schwarze Downhill-Strecke, die es in sich hat, aber wirklich sehr vielseitig und schön angelegt ist. Hier ist noch viel naturbelassen und wir sind froh über unsere Downhill-Bikes. Wirklich gut ist auch die Kennzeichnung der Sprünge. Wir empfehlen hier trotzdem vorher einen Blick drauf zu werfen. Die Freeridestrecke dagegen ist relativ schnell und flowig gebaut. Wurzelteppiche oder fiese Rumpelpassagen sind hier nicht vertreten. Dafür umso mehr Anlieger und einfache Table-Sprünge. Sprungexperten werden hier ihren Spass haben, aber auch für Beginner eignet sich die Strecke gut. Hier können wir uns jedenfalls erst mal ein paar Stunden austoben.

Kona Bikepark Crans Montana Downhill Strecke
Kona Bikepark Crans Montana Downhill Strecke (c) Outdoormind

Am Abend erwartet uns dann typisch Walliser Essen im Hotel Olympic im Le Mayen Restaurant. Diese Unterkunft können wir euch wärmsten empfehlen. Das zentrale 3-Sterne-Hotel bietet einen sicheren Parkplatz, Bike-Abstellraum, Waschplatz für die Bikes und schöne renovierte Zimmer.

Hotel Olympic Crans Montana - Frontansicht
Hotel Olympic Crans Montana (c) Outdoormind
Hotel Olympic Crans Montana
Hotel Olympic Crans Montana (c) Outdoormind
Zimmer Hotel Olympic
Zimmer Hotel Olympic (c) Outdoormind

Naturbelassene Trails und jede Menge Spassfaktor

Natürlich haben wir nicht nur die Downhill-Bikes dabei, sondern auch unsere Enduro-Maschinen, um die Naturtrails bei einer Tour unter die Lupe zu nehmen.
Tag zwei begeben wir uns also auf eigene Faust auf Enduro-Tour. Dank dem BuchSingletrails in den Schweizer Alpen von Jürg Buschor finden wir zwei spannende Trails, die wir uns genauer anschauen: Den „Christ-Roi“ Trail und den legendären „The Brazilian“ Trail. Die erste Tour führt uns zur Christusstatue auf dem Mont Châtelard. Danach erwartet uns einer der wohl schönsten Singletrails, die wir bisher kennengelernt haben. Entlang der Bisse fahren wir bis nach Diogne (teilweise mit Gegenanstieg), Tovachier und über die Rebberge bis nach Sierre. Wir treten bis nach Vercorin, von wo aus wir die Bergbahn hinauf zum Crêt du Midi nehmen.

Biken in Crans Montana Christ Roi Trail
Biken in Crans Montana Christ Roi Trail (c) Outdoormind
Biken in Crans Montana - Col du Cou - Langer anstieg zum Brasilian Trail
Biken in Crans Montana – Col du Cou – Da müssen wir hoch (c) Outdoormind
Brazilian Trail
Brazilian Trail (c) Outdoormind

Nach einem recht kräftezehrenden Uphill inklusive Schiebepassage freuen wir uns auf die Abfahrt. Relativ schnell macht sich allerdings die Ernüchterung breit. Vom „The Brazilian“ sind wir ein wenig enttäuscht, da dieser Trail mittlerweile leider extrem ausgefahren ist und zumindest uns nicht das versprochen hat, was wir erwartet haben (der Hype war vielleicht auch einfach zu gross). Einen direkten Vergleich haben wir allerdings auch nicht. Wir denken aber es gibt (zumindest Stand heute) schönere Trails. In einigen Bikeforen liest man das auch. Gut, wir wollten uns selbst überzeugen. Fast 50 Kilometer und 1200 Höhenmeter später erreichen wir erschöpft das Hotel und freuen uns auf eine Erholung.

Am nächsten Tag wartet Julien, ein Bikeguide der Region, an der Talstation der Seilbahn Crans – Cry d’Er auf uns, um uns sein Revier und damit die besten Trails zu zeigen. Was wir schon selbst erkundet haben erzählen wir kurz. Kein Problem, da gibt es ja noch genug. Es geht mit der Bahn hinauf, dann erst mal Richtung Aminona, dann Richtung Faverges und Codronna bis wir am Ende an der berühmten Bisse landen. Diese Wege sind wirklich wunderschön und sehr zu empfehlen. Teilweise technisch, teilweise easy, aber landschaftlich so oder so ein Highlight. Es gab auf dem Weg den ein oder anderen secret Trail, der uns extrem begeistert hat. Von technischen Passagen bis hin zu einem endlosen Flowgefühl war alles mit dabei. Genaue Angaben sollen wir aber leider nicht machen. Am besten wendet ihr euch bei Fragen direkt an Julien Balmer.

Biken an einer Walliser Bisse
Biken an einer Walliser Bisse (c) Outdoormind
Enduro Tour Wallis Crans Montana
Enduro Tour Wallis Crans Montana (c) Outdoormind
Enduro Tour Wallis Crans Montana
Enduro Tour Wallis Crans Montana (c) Outdoormind
Crans Montana secret Trails
Crans Montana secret Trails (c) Outdoormind

Fazit: Crans Montana bietet eine gute Infrastruktur für Biker und auf 177 Kilometern ausgeschilderter Trails wird einem so schnell nicht langweilig. Die Saison beginnt hier im Juni und endet im Oktober. Eine Tageskarte kostet 30 CHF, was für Schweizer Verhältnisse wirklich sehr okay ist.

Informationen gibt es unter www.crans-montana.ch und auf der Website vom Hotel Olympic.