Das Nangijala in Disentis ist schon länger kein Geheimtipp mehr unter den Freeskiern. Vielmehr ist es zum kleinen aber feinen Szenetreff im Bündner Skiort geworden.

Die Erfolgsgeschichte des Hostels Nangijala

Ähnlich wie die Skilodge in Engelberg wurde das Konzept des Nangijala von Schweden ins Leben gerufen. Liebe auf den ersten Blick war das quasi für die beiden Gründer. Sie konnten sich nicht von dem Ort Disentis losreissen und verfolgten so ihre klare Vision, sich dort permanent niederzulassen. Das Ziel: ein eigenes Hostel in Disentis.

Schöner Ort zum Verweilen im Cafe Nangijala
Schöner Ort zum Verweilen im Cafe Nangijala (c) Outdoormind
Fotokunst an allen Wänden im Nangijala
Fotokunst an allen Wänden im Nangijala (c) Outdoormind
Fotokunst an allen Wänden im Nangijala
Fotokunst an allen Wänden im Nangijala (c) Outdoormind

Interview mit den Besitzern vom Nangijala in Disentis

Wir haben während unseres Aufenthaltes die Chance genutzt den Gründern Viktor und Anders ein paar Fragen über ihre spannende Geschichte zu stellen.

Wer steckt hinter Nangijala und was bedeutet der Name?
Zu Beginn waren wir noch zu Viert. Mittlerweile sind wir zu zweit, die das Hostel führen. Viele Freunde arbeiten aber mit uns zusammen. Den Namen hat Daniel zum ersten Mal vorgeschlagen. Der Name Nangijala ist bekannt aus „die Welt hinter den Sternen von Jonathan und Krümel, den beiden «Brüdern Löwenherz» von Astrid Lindgren“. Zu Beginn hatten wir natürlich auch Respekt vor der Aufgabe. Hotelmanagement war ja ganz neu für uns. Der Name ist dann so geblieben. Für uns heisst das jetzt Arbeit, aber ich hoffe für unsere Gäste heisst das Spass, gute Stimmung und Ferien.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, dieses kleine Paradies für Freerider aufzubauen?
Das war ein Traum von uns. Es zu einem Freerideparadies aufzubauen war nicht die grundsätzliche Idee, aber das ist natürlich ein Bonus. Wir haben immer probiert so wenig Werbung wie möglich zu machen, weil wir nicht wollten, dass das Nangijala zu schnell wächst. Ich glaube das ist bis jetzt sehr gut gegangen. Wir haben sehr gemütliche Geste und darum die gute Stimmig im Nangijala.

Disentis galt lange als Geheimtipp. Habt ihr euch bewusst für diesen Ort entschieden?
Nein, das ist eher nicht so. Ich habe das im Internet gefunden und dann sind wir hier her gekommen zum Snowboarden. Das war mehr oder weniger per Zufall, dass wir hier das Hostel gekauft haben. Aber wir hatten schon einen Plan. Es ist dann einfach nur schneller gelaufen als geplant.

Wer ist eure Zielgruppe? Habt ihr viele Stammkunden, die immer wiederkehren?
Unsere Zielgruppe sind Freerider, die etwas Neues suchen. Leute, die das Entdecken schätzen und im Urlaub eigenständig sein möchten. Darum haben wir auch eine Gästeküche, Waschküche usw. Wir finden das einfach schön, wenn man die Möglichkeit hat, günstiger Ferien zu machen, selber zu kochen und so. Aber wir bieten auch für jeden Wunsch etwas an. Deswegen gibt es die Alternative bei Nangijala Abend zu essen oder zu frühstücken.
Stammkunden haben wir viele. Ich würde schätzen, dass um die 50% Stammkunden sind. Stammkunden sind auch sehr wichtig für uns und wir versuchen sie jeden Aufenthalt wieder vom Neuen positiv zu überraschen.

Ihr seid mit Leidenschaft dabei, das Hostel und die Pension zu bewirtschaften. Ihr habt sogar im gleichen Haus gewohnt. Wie ist das für euch, den Arbeitsplatz nie wirklich zu verlassen? Kommt man da noch zur Ruhe und vor allem zum Skifahren?
Viele von unseren Angestellten wohnen direkt im Haus. Am Anfang haben wir da auch gewohnt und das war am Schluss ein bisschen zu viel. Aber wir sind immer noch viel da zum Schaffen und Planen. Das ist nicht so ein Problem finde ich und wenn man einmal Zeit für sich braucht kann man immer wegfahren oder zuhause bleiben. Mein Kollege Anders und ich verstehen uns gut, so war  das nie ein Thema. Wenn einer von uns eine Pause braucht schauen wir einfach dass es gelöst wird.
Skifahren ist auch kein Problem. Wenn man wirklich Lust hätte könnten wir sicher 5-6 Vormittage per Woche fahren, aber meistens sind es um die 2-4 Tage pro Woche.

Was sind eure Pläne für die kommenden Jahre? Was steht auf dem Programm?
Ich weiss es nicht, wir waren immer sehr spontan. Mal schauen was die Zukunft bringt. Wenn wir eine gute Idee haben dann geben wir Gas. Aber manchmal muss man das auch geniessen. Das ist wichtig zum nicht Vergessen warum wir da sind.

Wirklich authentisch die beiden Gastgeber. Das trägt gleich noch vielmehr zur Atmosphäre bei.

Nangijala Bar
Nangijala Bar (c) Outdoormind
Apres Ski in der Bar vom Nangijala
Apres Ski in der Bar vom Nangijala (c) Outdoormind
Waschmöglichkeit und Skiraum im Nangijala Neubau
Waschmöglichkeit und Skiraum im Nangijala Neubau (c) Outdoormind
Schöne Gemeinschaftsküche im Nangijala
Schöne Gemeinschaftsküche im Nangijala (c) Outdoormind
Schönes Doppelzimmer im Neubau im Nangijala
Schönes Doppelzimmer im Neubau im Nangijala (c) Outdoormind
Nangijala Bar & Cafe
Doppelzimmer im Hostel Nangijala (c) Nangijala
Deep snow in Disentis
Deep snow in Disentis (c) Outdoormind
Über den Wolken in Disentis
Über den Wolken in Disentis (c) Outdoormind

Das Nangijala hat 42 Betten mit unterschiedlichen Kategorien. Für jedes Budget ist etwas dabei und wirklich zu empfehlen sind die Burger. Dafür sind sie vermutlich mittlerweile schon weltbekannt.

Wir hatte super Tage mit viel Powder in Disentis und kommen gerne wieder.

Weitere Informationen findet ihr auch auf der Website http://www.nangijala.ch

Hinweis der Redaktion: Wir wurden vom Nangijala zu diesem Aufenthalt eingeladen – Vielen Dank dafür. Unsere Leser dürfen sicher sein, dass wir stets unsere Ansichten und Begeisterungen vertreten.