Das im Salzburger Land liegende Bad Hofgastein ist als Kurort bekannt. Nicht unbedingt der spannendste Ort für junge Outdoorliebhaber, könnte man meinen. Wir von Outdoormind haben den Praxistest gemacht. Und mit unserem Besuch im DAS GOLDBERG eine komplett andere Perspektive geboten bekommen.

Wo Altes und Neues verschmelzen

Knapp zwei Autostunden von München entfernt liegt das auf etwa 1.000 Höhenmeter gelegene Bad Hofgastein – ein beschaulicher Ort umgeben von imposanten Berghängen. Unsere Fahrt ging noch etwas weiter, aus dem Kurort heraus eine kurvige Hangstraße hinauf, die uns zu einem Hochplateau und unserem Ziel führte – DAS GOLDBERG. Nach einem sehr herzlichen Empfang ließen wir erst einmal das stilvolle Design des Hotels auf uns wirken. Auffällig ist die Kombination aus Glas und Holz, organischen Formen und bunten Farbaktzenten. DAS GOLDBERG schafft es auf eine reizvolle Art Uriges mit Modernem harmonisch zu verbinden und so für Wohlfühlatmosphäre zu sorgen. Die Besitzer Vera und Georg Seer haben viel Zeit und Herzblut in dieses Haus investiert. Denn wo heute das mondäne 4-Sterne Hotel steht, stand vor noch wenigen Jahren die Pension Pyrkerhof. Bis auf einen Trakt wurde der Hof komplett abgerissen und innerhalb von nur neun Monaten DAS GOLDBERG gebaut.
Zimmer mit Weitblick
Insgesamt 68 Zimmer gibt es in dem Hotel, je nach Geschmack und Geldbeutel vom Panorama Studio bis zur Loftsuite. Wir bezogen die Turmsuite XL, die mit 48 qm sehr großzügig geschnitten ist. Auch hier zieht sich die Linie aus Naturmaterialien und Glas fort: Durch grüne und braune Farbakzente strahlt das lichtdurchflutete Zimmer trotz modernen Designs einen natürlichen Charme aus. Der stylische Wohnbereich verfügt über einen Kamin, der nicht nur im Winter beste Dienste erweist. Das offen gestaltete Bad knüpft nahtlos an den Schlaf- und Wohnbereich an. So lässt sich von der freistehenden Badewanne aus ideal der Ausblick auf die Bergkette genießen, die hinter den bodentiefen Fenstern in die Wolkendecke ragt. Was aber das absolute Highlight der Turmsuite ist: der große Balkon mit Südausrichtung. Hier lässt sich von einer Doppel-Schwebeschaukel aus der Blick auf das Bad Hofgasteiner Tal mit einzigartigem Bergpanorama genießen. Übrigens verfügen alle Zimmer im DAS.GOLDBERG über einen Balkon oder eine Terrasse.

Das Goldberg mit Blick aufs Tal
Das Goldberg mit Blick aufs Tal (c) Outdoormind
Wohnen ohne Grenzen in der Turmsuite im Das Goldberg
Wohnen ohne Grenzen in der Turmsuite (c) Outdoormind
Turmsuite im Das Goldberg
Turmsuite im Das Goldberg (c) Outdoormind
Elegantes Badezimmer mit Blick auf die Berge in der Turmsuite
Elegantes Badezimmer mit Blick auf die Berge (c) Outdoormind

Kulinarisches für jeden Geschmack

Ob Frühstück mit selbstgebackenen Broten, regionalen Käsespezialitäten und Kaffee aus der hauseigenen Kaffeerösterei, Nachmittagsjause mit Süßem und Deftigem oder raffinierte, fein in sich abgestimmte Gourmet-Abendmenüs – DAS GOLDBERG lässt keine Wünsche offen. Dabei wird ein hoher Wert auf heimische Produkte und Frische gelegt. So kommen die Forellen aus dem eigenen Forellenteich und die Kräuter aus dem hauseigenen Garten. Auch Veggie-Lover müssen keine Kompromisse eingehen: Einer der Köche, spezialisiert auf die vegetarisch-vegane Küche, zaubert aus rein pflanzlichen Produkten allerlei geschmackvolle Gaumenfreuden. Für das Wohl von Gästen mit Allergien und Unverträglichkeiten wird auch gesorgt. Einfach vorher ankündigen! Wer zum Essen gerne noch einen edlen Tropfen genießen möchte, wird im Hotel gut bedient. Denn es gibt eine riesige Auswahl an erlesenen Weinen aus der hauseigenen Vinothek. Oder man lässt seinen Tag am Kamin im Barbereich Revue passieren – bei einem feinen Drink in entspannter Atmosphäre.

Kulinarische Genüsse im Goldberg
Kulinarische Genüsse im Goldberg (c) Outdoormind
Grosse Auswahl an der Goldberg Bar
Grosse Auswahl an der Goldberg Bar (c) Outdoormind

Naturgenuss Gasteiner Berge

Bisher werden Downhill Biker im Gasteinertal nicht fündig. Wir hatten für unseren Aufenthalt auch anderes im Sinn. Und wollten die Gebirgswelt zu Fuß erkunden – mit satten 350 km Wanderwegen und einer großartigen Landschaft lässt sich hier leicht Zeit verbringen! Uns war das Wetter Mitte Juni leider nicht wohlgesonnen, sodass wir die nassgeregneten Berge die meiste Zeit wehmütig vom Balkon aus betrachteten. Urlauben in den Bergen ohne nur einmal in der Natur gewesen zu sein, käme uns aber so gar nicht in den Rucksack. Also nutzten wir ein länger anhaltendes Sonnenfenster, um zumindest der Brander Hochalm einen Besuch abzustatten. Unser Weg, zumeist ein waldiger Pfad gesäumt von einem munter plätschernden Bergbach, führte uns über blumensatte Almwiesen hin zu einer urigen Hütte. Kaum eine Menschenseele anzutreffen und Natur soweit das Auge reicht, überkam uns das Gefühl, die Zeit würde langsamer vergehen. Dort, wo die Welt noch in Ordnung zu sein scheint.
Später zurück im Hotel erfuhren wir durch ein Gesprächs mit Frau Seer, dass die Berge um Bad Hofgastein auch im Winter einiges zu bieten haben müssen: Die vier Skigebiete Schlossalm-Angertal-Stubnerkogel, Graukogel, Dorfgastein und Sportgastein umschließen mit 220 Pistenkilometern das Gasteinertal zu einem Powder-Eldorado. Praktisch, dass DAS GOLDBERG direkt an einem Skihang liegt. Darüber hinaus eignet sich die Gegend um Sportgastein am Rande des Hohe Tauern auch hervorragend für Schneeschuhwanderungen. Da wir in der Sommerzeit vor Ort waren, müssen wir uns ein anderes Mal ein Bild davon machen.

Almwiesen satt
Almwiesen satt (c) Outdoormind
Wanderweg und Natur soweit das Auge reicht
Wanderweg und Natur soweit das Auge reicht (c) Outdoormind
Naturbadesee im Goldberg
Naturbadesee im Goldberg (c) Outdoormind

Goldene Verwöhnmomente im Das Goldberg

Für diejenigen, die nach einer langen, intensiven Bergtour nach Entspannung suchen, ist der großzügige Spa Bereich des Hotels genau der richtige Ort. In ihm finden sich Baumaterialien wie Stein und Zirbenholz wieder, die eine natürlich-erholsame Atmosphäre schaffen, in der es sich zu verweilen lohnt.
Neben Saunalounge und Dampfbad, lässt es sich auch perfekt im Außenpool relaxen. Mit über 30 Grad Wassertemperatur und einem atemberaubenden Panoramablick auf die Berggipfel kann man den Tag so auf beste Weise ausklingen lassen. Wer lieber im kühleren Nass nach Erfrischung sucht, kann mit dem 25 m langen Naturbadesee Vorlieb nehmen oder müde Beine im Kneipp-Bach wach werden lassen.
Darüber hinaus bietet der Spa Bereich auch Beauty- und Massagebehandlungen. Das Angebot ist groß, die Entscheidung nicht leicht: Ob Kaffeepeeling, Alpenkräuterpackung oder ayurvedische Ölmassagen. Wir entschieden uns für eine klassische Ganzkörpermassage und ließen Körper und Geist für eine Stunde verwöhnen.

Empfangsbereich im Spa
Empfangsbereich im Spa (c) Outdoormind
Balkon mit Blick auf das Gasteinertal
Balkon mit Blick auf das Gasteinertal (c) Outdoormind

Unser Fazit

DAS GOLDBERG bietet Raum für Erholung und ist zugleich Ausgangspunkt für eine Vielzahl sportlicher Aktivitäten. Egal ob im Sommer oder im Winter – Sportsfreunde kommen dort ganz auf ihre Kosten. Und haben nach einem langen Tag die Möglichkeit im Wellness Bereich die Akkus wieder aufzuladen. Ein weiteres dickes Plus ist die gute Küche, die viel Wert auf heimische und frische Produkte legt und die Gäste mit vielfältigen Kreationen verwöhnt. Wir waren sehr positiv von dem doch recht bunt gemischten und auch jungen Publikum überrascht. DAS GOLDBERG räumt mit dem Klischee des angestaubten Kurorthotels auf, und zeigt, dass es auch anders geht. Auf eine stilvolle, natürliche und herzliche Art.
Die Preise für ein Zimmer beginnen bei 125,- Euro pro Person pro Nacht. Nicht ganz günstig, beinhalten dafür aber u.a. Zugang zum Fitness- und Spa Bereich sowie Speisen. Und garantieren zudem einen Aufenthalt der besonderen Art. Wer sich etwas gönnen möchte, ist hier goldrichtig.

Weitere Informationen zu finden unter: www.dasgoldberg.at

Hinweis der Redaktion: Wir wurden vom DAS.GOLDBERG  zu diesem Aufenthalt eingeladen – Vielen Dank dafür. Unsere Leser dürfen sicher sein, dass wir stets unsere Ansichten und Begeisterungen vertreten.