Carbon Bikes sind nichts Neues. Im XC Bereich sowieso. Auch auf der Downhill Rennstrecke ist Carbon mittlerweile verbreitet. Im Bikepark unter den Hobbyfahrern zeichnet sich ein anderes Bild ab. Zu teuer, zu fragil, zu Pro? Hier ist wenig Carbon zu finden. Kona hat sich 2014 anscheinend das Ziel gesetzt für die Masse ein Carbonbike im Downhill Bereich zu bauen. Outdoormind nimmt den Kona Operator 2014, auch Carbon Operator genannt, diese Saison unter die Lupe.

Kona Operator
Kona Operator

Kona Operator Langzeittest – Carbon für die Massen?

Outdoormind sass schon letztes Jahr beim Pressetag von Kona in Serfaus auf dem neuen Operator und hat hier davon berichtet. Die ersten Rides waren überzeugend, aber wie schlägt sich das Bike im Laufe einer Saison wenn man keine Mechaniker an der Hand hat, um das Bike nach jedem Run auf Vordermann zu bringen? Outdoormind will es wissen: Ist dies wirklich der Carbon Downhiller für`s Volk?

Serfaus Kona Operator 2014 Roxy Drop Test Review Serfaus Bikepark
Kona Operator 2014 im Test Serfaus Bikepark (c) Outdoormind

Den Kona Operator 2014 gibt es in 3 Varianten: den Top-of-the-Line Supreme Operator, den Operator als kostengünstiges Carbon Bike und den Park Operator mit bewährten Aluminium Rahmen wie schon in den vergangenen Jahren im Einsatz. Mit einem Preis von 3.699 EUR ist der Operator deutlich günstiger als der Supreme Operator für 6.999 EUR. Natürlich macht man beim Operator Abstriche in der Komponentenwahl gegenüber vom Supreme Operator, aber ein Carbon Downhill Komplettbike, mit anständiger Komponentenwahl für unter 4.000 EUR ist eine Ansage.

Die Komponentenwahl beim Operator fällt solide aus: ein bunter aber sehr sinnvoller Mix aus Avid Code R Bremsen, Sram, E13, Rock Shox und Shimano Zee. Gespart wird beim Operator gegenüber dem Supreme Operator vor allem beim Fahrwerk: eine Rock Shox Boxxer RC Gabel und Rock Shox Kage Dämpfer sind zwar solide und für den Einsteiger akzeptabel, aber wenn man das Fahrwerk optimal anpassen möchte stösst man schnell an seine Grenzen. Hier bietet sich ein Customizing an sofern man Komponenten Vorliegen hat oder gleich ein sinnvolles Upgrade auf das Supreme Operator, das mit hochwertigen Shimano, Hope und Fox Komponenten trumpft.

Um einen fairen Vergleich zu anderen Carbon Downhillbikes zu gestalten, die meist mit den besten Komponenten ausgestattet sind, haben wir dem Operator ein neues Fahrwerk spendiert. So sind wir den Operator anfangs mit dem Standard Fahrwerk gefahren und wollen es nun mit einem Fahrwerkstuning bestehend aus der Manitou Dorado Pro und dem Cane Creek Double Barrel wissen.

 

Kona Operator 2014 im Bikeparktest am Monte Tamaro
Kona Operator 2014 im Bikeparktest am Monte Tamaro

Die ersten Vergleichsfahrten zeigen, dass die Boxxer und Kage gut perfomen, sogar deutlich besser als die Dorado und die Double Barrel im falschen Setup. Sobald aber das korrekte Setup für das Cane Creek und Manitou Fahrwerk gefunden ist kann das Standardfahrwerk natürlich nicht mehr mithalten. So sind wir gewappnet im Langzeittest vom Kona Carbon Operator 2014 gegen Rivalen wie das Specialized S-Works Demo oder das Santa Cruz V-10 Carbon.

 

Kurvenlage mit dem Kona Operator 2014
Kurvenlage mit dem Kona Operator 2014

Erstes Résumé und die Designphilosophie

Das Carbon Operator macht einen soliden, durchdachten Eindruck. Man hat das Gefühl es ist ein Bike genau so gut geeignet fürs Rennen wie für den ambitionierten Bikeparkfahrer. Entwickler Jack Russel und Produktmanager Chris Mandell haben uns die durchdachte Designphilosophie und das Konzept erklärt. Darunter auch wie man „nur“ 300g Gewichtsersparnis gegenüber dem Alupendant, alles andere als bahnbrechend, erklärt. Die Antwort lautet: Es ist eine Abwägung zwischen Gewicht, Steifigkeit und Haltbarkeit. Obwohl Gewicht eine Faktor war, der beim Entwickeln berücksichtigt wurde, waren es andere Faktoren die höhere Priorität genossen haben, erzählt uns Produktmanager Chis Mandell. So zum Beispiel grosse Lager, die dadurch weniger häufig gewechselt werden müssen, was den Wartungsaufwand und die Wartungskosten senkt. Im folgenden Pinkbike Video wird genau so eingehend über Design, Entwicklung, Test und das Finale Produkt berichtet wie mit OUTDOORMIND letztes Jahr beim Testevent. Interessante Einblicke wie ein stimmiges Carbonbike zu Stande kommt.

https://www.youtube.com/watch?v=T2–UaNszTw

 

Outdoormind wird euch im Laufe der Saison berichten, wie sich das Kona Operator 2014 Carbon Downhillrad macht. Wir freuen uns jedenfalls schon auf weitere Downhilltage wo wir das Bike auf den Zahn fühlen im Vergleich zur Konkurrenz.

Passend zum Langzeittest empfehlen wir den Erwerb von einem Schaltauge fürs Kona Operator:

Weitere Bike Tests gibt es bei uns unter der Rubrik Mountainbike Test und Neuigkeiten aus der Bikeszene unter BIKE.